Spendentag war ein voller Erfolg
Bis 20 Uhr saßen Promis aus der Region an den Spendentelefonen. Es kamen 50.973 Euro für das Rettungswesen in Ostbayern zusammen.
Regensburg. Das Wetter war schlecht. Beim elften MZ-Charivari-Spendentag der BMW-Charity schien die Sonne bei 30 Grad Außentemperatur. Normalerweise kein gutes Wetter für Telefonaktionen, doch die Prominenten im Callcenter des Mittelbayerischen Verlags kamen trotzdem nicht nur wegen der Temperaturen ins Schwitzen. Mit einer Spendensumme von 50.937 Euro kam eine beachtliche Summe für das Rettungswesen in Ostbayern zusammen, Badewetter hin oder her.
Professor Michael Nerlich vom Rettungszentrum Regensburg hatte ein Bild der mobilen Herz-Lungen-Maschine mitgebracht, die von den Spenden angeschafft werden soll. Nur zehn Kilogramm schwer, kann das Gerät im Rettungswagen oder -hubschrauber transportiert werden und vor Ort Leben retten. Außerdem kommt das Geld dem Regensburger Standort der Forschungsallianz Immunmedizin zugute. Dort wird geforscht, wie Organ- und Stammzellentransplantationen erfolgreicher durchgeführt werden können.
Zeil beeindruckt von der Aktion
Für diesen guten Zweck verbrachten die Prominenten trotz Sommerwetter gerne eine Stunde an den Telefonen. Der Bayerische Wirtschaftsminister Zeil zeigte sich von der „ziemlich einzigartigen“ Aktion begeistert und beantwortete ruhig die Spendenanrufe. „Ich glaube nicht, dass alle Leute wussten, dass ich es bin“, sagte der FDP-Mann.
Untereinander verglichen die Prominenten die Spendenbeträge. EVR-Spieler Andreas Dörfler guckte beeindruckt, als der Neumarkter Kreisbrandrat Anton Bögl eine Spende von 200 Euro vermeldete. Die meisten Anrufer gaben zehn oder 20 Euro, manche 50. Ex-Fußballprofi Hans Dorfner verließ am Vormittag mit einem Grinsen seinen Schreibtisch. Der letzte Spender hatte 1000 Euro gegeben. „Mal sehen, ob Ihr das auch schafft“, verabschiedete er sich.
Telefondrähte glühten während der „Fasslstunde“
Während der „Fasslstunde“, in der jeder Anrufer ein Fünf-Liter-Fass der Brauerei Bischofshof bekam, glühten die Telefondrähte. Die Bischöfe Gerhard Ludwig Müller und Hans-Martin Weiss kamen kaum dazu, den Hörer einmal aus der Hand zu legen. Über 500 Partyfässer muss die Brauerei heuer spendieren – ein neuer Rekord. Auch als es um zwei VIP-Karten für ein Heimspiel des FC Bayern ging, mussten viele Anrufer in die Warteschleife.
Am Ende freuten sich alle über die gelungene Aktion und stimmten wohl Charivari-Barde Fabian Borkner und Donikkl zu, die eine veränderte Version des Fliegerliedes zum Besten gaben: „So a schena Spendendog“.






