Bayern/Oberpfalz 20.08.2012, 18:07 Uhr

Hitze erhöht Waldbrandgefahr

Forstministerium und Wetterdienst warnen vor Waldbränden in Bayern. Im Norden des Freistaats gilt bereits die höchste Warnstufe. Auch in der Oberpfalz ist die Gefahr groß. Forstminister Brunner apelliert an Waldbesucher, das Rauchverbot einzuhalten.

Archiv: Eine Cessna 172 fliegt über den Wäldern: Das Forstministerium und der Deutsche Wetterdienst warnen vor Waldbränden in Bayern. Foto: dpa

Archiv: Eine Cessna 172 fliegt über den Wäldern: Das Forstministerium und der Deutsche Wetterdienst warnen vor Waldbränden in Bayern. Foto: dpa

München/Würzburg. Wegen der anhaltenden Hitze und der trockenen Witterung warnen das Forstministerium und der Deutsche Wetterdienst vor Waldbränden im Freistaat. Gebiete in Nordbayern seien besonders gefährdet, sagte eine Sprecherin des Deutschen Wetterdienstes am Montag in München. In Teilen Frankens wurde bereits die höchste Warnstufe 5 ausgerufen. Auch in Südbayern sei die Gefahr nicht zu unterschätzen, sagte die Meteorologin. Gefährdet seien insbesondere sonnige Waldränder und Lichtungen.

Einige Bezirksregierungen im Norden Bayerns schickten am Wochenende Beobachtungsflugzeuge los. In Oberfranken brannte bereits ein Waldstück: In der Nacht zum Montag fing ein Forst am Spitzberg nahe Burgkunstadt Feuer. Die Einsatzkräfte waren bis zum Morgen damit beschäftigt, den 50 mal 50 Meter großen Brandherd zu löschen. Die Polizei geht derzeit von Brandstiftung aus.

Entspannung ab Mitte der Woche zu erwarten

Forstminister Helmut Brunner (CSU) appellierte an Waldbesucher, das in den Sommermonaten geltende Rauchverbot in den Wäldern einzuhalten und bei Freizeitaktivitäten in Nordbayern besondere Vorsicht walten zu lassen. „Bereits ein Funke oder eine achtlos weggeworfene Zigarettenkippe kann die trockene Bodenvegetation entzünden und einen folgenschweren Brand auslösen“, warnte er.

Leicht entflammbar seien bei den warmen Temperaturen und der vielerorts ausgetrockneten Vegetation vor allem lichte Fichten- und Kiefernbestände, sagte Brunner. Riskant sei wegen der heißen Fahrzeug-Katalysatoren auch das Parken auf trockenem Gras. Darüber hinaus riet Brunner Forstbesitzern, bei der Borkenkäferbekämpfung anfallendes Kronenmaterial nicht zu verbrennen, sondern aus dem Wald abzutransportieren oder zu häckseln.


 

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