Politik 22.05.2008, 13:31 Uhr

Ban Ki Moon kritisiert schleppende Hilfe in Birma

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon signiert in einem Gästebuch bei seinem Besuch in Birma. Dort hat er seine Frustration über die schleppende Hilfsaktion nach dem Wirbelsturm „Nargis„ zur Sprache gebracht.

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon signiert in einem Gästebuch bei seinem Besuch in Birma. Dort hat er seine Frustration über die schleppende Hilfsaktion nach dem Wirbelsturm „Nargis„ zur Sprache gebracht.

Ban Ki Moon kritisierte nach Angaben eines UN-Beamten, „dass Helfer nicht in der Lage waren und sind, Hilfsgüter rechtzeitig in die betroffenen Gebiete zu bringen“. Kein Land könne eine Katastrophe wie Zyklon „Nargis“ allein meistern, sagte Ban nach diesen Angaben. Premierminister Thein Sein habe jedoch wiederholt, dass die erste Phase der Nothilfe bereits zu Ende sei und es jetzt um den Wiederaufbau gehe.

Ban selbst geht davon aus, dass erst ein Viertel der mehr als 2,4 Millionen Betroffenen ausreichend versorgt worden sind. Hilfsorganisationen berichten, dass es im Irrawaddy-Delta immer noch abgelegene Ortschaften gibt, die noch keinerlei Hilfe erreicht hat. „Die Vereinten Nationen und die internationale Gemeinschaft sind bereit, bei der Bewältigung dieser Katastrophe zu helfen“, sagte Ban zuvor beim Besuch der Shwedagon-Pagode in Rangun. „Ich hoffe, dass das birmanische Volk und die Regierung es schaffen, die Verteilung der Hilfsgüter besser zu organisieren und systematischer zu gestalten.“

Die Zahl der Todesopfer bei der Erdbebenkatastrophe in Südwestchina ist nach offiziellen Angaben auf mehr als 50000 gestiegen. Das berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Donnerstag. Die genaue Zahl lag demnach bei 51151 Toten. Mehr als 288000 Menschen seien bei der Katastrophe verletzt worden, wie der Pekinger Staatsrat laut Xinhua berichtete. Etwa 30000 Menschen gelten auch noch zehn Tage nach dem Erdbeben der Stärke 8 als vermisst.

Die weltweiten Spenden aus dem Ausland und aus China erreichten bis Donnerstag 21,4 Milliarden Yuan (zwei Milliarden Euro), wie Xinhua weiter berichtete. 1,9 Milliarden Yuan (173 Millionen Euro) seien bisher im Erdbebengebiet angekommen. Die chinesische Regierung in Peking habe rund 14 Milliarden Yuan (1,27 Milliarden Euro) für die Erdbebenhilfe bereitgestellt. Nach Angaben der US-Geologiebehörde USGS erschütterte ein weiteres Nachbeben der Stärke 4,5 am Donnerstag das Erdbebengebiet in Sichuan.

 

Umfrage - Ergebnis

 
 
 
Donnerstag 2. September 2010
Haubensak Logo

Wetter

Wolke
20°

» Lokalwetter