Politik 22.08.2008, 13:43 Uhr

Einsatz von Arbeitslosen in der Pflege ab September

Der Einsatz von Langzeitarbeitslosen könnte schon im nächsten Monat starten. Gesundheitsstaatssekretär Theo Schröder hält es für „vorstellbar“, dass noch im September erste Hilfskräfte bei der Betreuung Altersverwirrter eingesetzt werden oder die Ausbildung zu solchen Assistenten beginnt. Es sei aber nicht davon auszugehen, dass die angestrebte Zahl von 10 000 neuen Helfern bereits 2009 erreicht werde, sagte Schröder am Freitag in Berlin.

Der Einsatz von Langzeitarbeitslosen könnte schon im nächsten Monat starten. Gesundheitsstaatssekretär Theo Schröder hält es für „vorstellbar“, dass noch im September erste Hilfskräfte bei der Betreuung Altersverwirrter eingesetzt werden oder die Ausbildung zu solchen Assistenten beginnt. Es sei aber nicht davon auszugehen, dass die angestrebte Zahl von 10 000 neuen Helfern bereits 2009 erreicht werde, sagte Schröder am Freitag in Berlin.

Das Bundesgesundheitsministerium hat die Einstellung von Arbeitslosen zur Betreuung Demenzkranker gebilligt. Gesundheitsstaatssekretär Klaus Theo Schröder sagte am Freitag in Berlin, es sei „ein gutes Ziel, eine verbesserte Pflege für Demenzkranke mit dem Abbau von Arbeitslosigkeit zu verbinden“. Schröder stellte klar, dass es sich um zusätzliche Betreuungskräfte für die Heime handle. Sie füllten eine „bisher vorhandene Lücke in der stationären Betreuung“.

Die zusätzlichen Kosten von rund 200 Millionen Euro jährlich der geplanten 10 000 Kräfte tragen die Pflegekassen. Nach Auskunft Schröders sind diese Mehrkosten in der Pflegereform vom 1. Juli bereits eingerechnet.

Der Einsatz von Langzeitarbeitslosen könnte schon im nächsten Monat starten. Gesundheitsstaatssekretär Theo Schröder hält es für „vorstellbar“, dass noch im September erste Hilfskräfte bei der Betreuung Altersverwirrter eingesetzt werden oder die Ausbildung zu solchen Assistenten beginnt. Es sei aber nicht davon auszugehen, dass die angestrebte Zahl von 10 000 neuen Helfern bereits 2009 erreicht werde, sagte Schröder am Freitag in Berlin. Kritik wies er als überzogen zurück. Es sei ein „ganz überzeugendes Konzept“, wenn Demenzkranke besser versorgt würden und Arbeitslose profitierten. Schröder betonte, die Anstellung sei keine „Sackgassentätigkeit“, sondern biete Chancen zur beruflichen Weiterentwicklung. Eine Bewertung soll bis 2011 erfolgen.

Der GKV-Spitzenverband der Pflegekassen hatte am Dienstag die Mindestanforderungen für die Qualifikation solcher zusätzlicher Betreuer festgelegt. Diese enthalten mehrere Praktika, eine Schulung von 160 Stunden und eine jährliche Fortbildung von zwei Tagen. Zusätzlich gilt „eine positive Haltung gegenüber kranken, behinderten und alten Menschen“ als Voraussetzung. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit (BA) gibt es rund 35 000 Arbeitslose, die über entsprechende Vorbildung verfügen.

Die zusätzlichen Betreuer sollen für Alltagsaktivitäten wie Malen, Basteln, Spaziergänge oder Ausflüge eingesetzt werden. Bis Ende 2009 gilt eine Übergangsregelung. Wer bereits Erfahrungen in der Pflege hat, muss zunächst nur eine Kurzschulung von 30 Stunden nachweisen und kann die übrigen Kurse innerhalb eines Jahres nach dem Antritt seiner Stelle nachholen. Die Kosten für Ausbildung werden von der BA übernommen. Noch im September könnten nach Auskunft des Ministeriums die ersten Arbeitskräfte in den Heimen beginnen. Das Vorhaben wurde in den vergangenen Tagen von Pflegevertretern scharf kritisiert.


 

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