Nordkorea droht UN und feuert erneut Rakete ab
Erneut hat Nordkorea am Freitag Raketen gezündet. Weltweit werden diese Atomtests auf das Schärfste verurteilt.
Nordkorea setzt seine Provokationen gegen den Rest der Welt fort. Am Freitag feuerte die Armee des kommunistischen Landes bereits die sechste Rakete von kurzer Reichweite seit seinem weltweit verurteilten Atomtest vom vergangenen Montag ab. Das Außenministerium in Pjöngjang sprach auch verbal weitere Drohungen aus. Sollten die Vereinten Nationen eine Strafe für den Atomtest vom vergangenen Montag aussprechen, werde Nordkorea weitere Maßnahmen zur „Selbstverteidigung“ ergreifen. Den unterirdischen Atomversuch hatte das kommunistische Land als Teil von Maßnahmen für die atomare Abschreckung zur Selbstverteidigung bezeichnet.
Der Weltsicherheitsrat diskutiert gegenwärtig über eine Resolution zum nordkoreanischen Atomtest. Die Resolution könnte zu einer nochmaligen Verschärfung von Sanktionen gegen das Regime in Pjöngjang führen. Die UN hatten bereits nach dem ersten nordkoreanischen Atomtest im Oktober 2006 eine Reihe von Strafmaßnahmen gegen das Land verhängt.
Nordkorea bezeichnete am Freitag die fünf ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrats - die USA, China, Russland, Großbritannien und Frankreich - als „Heuchler“. Der Test vom Montag sei weltweit der 2054. Atomversuch gewesen, wurde ein Sprecher des Außenministeriums in Pjöngjang von den staatlichen Medien zitiert. Davon entfielen 99,99 Prozent auf die fünf Länder. Falls der Sicherheitsrat „weitere Provokationen unternimmt, wird dies unvermeidlich zu stärkeren Selbstverteidigungsmaßnahmen führen“.
„Feindseliges Verhalten“ des Rates käme der Aufkündigung des Waffenstillstandsabkommens für die koreanische Halbinsel gleich, hieß es. Das Abkommen beendete den Korea-Krieg von 1950-53. Nordkorea hatte bereits am Mittwoch erklärt, es fühle sich nicht mehr an die Waffenstillstandsvereinbarungen gebunden. Zugleich hatte die nordkoreanische Volksarmee mit Militäraktionen gegen Südkorea gedroht. Grund dafür war, dass Südkorea als Reaktion auf den Atomtest seinen Beitritt zu einer US-geführten globalen Initiative gegen die Weiterverbreitung von Massenvernichtungswaffen angekündigt hatte.



