Dank „Hörsaal-Gezwitscher“ live an der Uni dabei
Der Online-Dienst Twitter beweist auch imBildungsstreik seinekommunikative Stärke.
Regensburg. Als der Entschluss der Studenten, die Universität zu besetzen, die MZ-Redaktion erreichte, war die Nachricht keine zwei Minuten alt. Doch wurde die Neuigkeit nicht etwa vom überfüllten Hörsaal aus durch ein Mobiltelefon, oder eine hastig getippte Email verbreitet, sondern über die Kommunikationsplattform Twitter.
Das Online-Portal ermöglicht es seinen Nutzern, Kurznachrichten mit einer Länge von maximal 140 Zeichen online zu stellen. Diese können rein aus Text bestehen, aber auch Links oder sogar Bilder enthalten. Mittels Laptop oder Handy teilten Regensburger Studenten auf diese Weise den Inhalt der aktuellen Rede mit, verschickten Fotos aus dem Audimax, oder verabredeten sich untereinander zu weiteren Aktionen. Dank einer Redakteurin vor Ort und den Twitter-Nachrichten erfuhr die MZ-Online-Redaktion nahezu live, was beschlossen wurde. Das erste Foto auf der MZ-Homepage aus dem Audimax erreichte die Redaktion über Twitter. Schon vor Beginn der Reden fluteten über 50 Nachrichten das Twitter-Portal – danach wurde es unmöglich zu zählen.
Für Journalisten wird das „Gezwitscher“ (engl.: tweet) zu einer immer wichtigeren Quelle für brandaktuelle Informationen. So wurden etwa die Ergebnisse der Bundespräsidentenwahl oder der Bundestagswahl bereits vor der offiziellen Auszählung der Stimmen bekannt – via Twitter. (ct/sd)
Schlagzeilen, kommentierte Nachrichten und Live-Berichte der MZ können Sie hier verfolgen: www.twitter.com/mz_de



