Opposition meldet Blutbad in Syrien
Syriens Regime geht mit brutaler Gewalt gegen die Opposition vor. Aktivisten berichten von Hinrichtungen.
Syrische Demonstranten in Idlib: Die Gewalt in Syrien nimmt kein Ende.
Kairo/Beirut. Das Blutvergießen in Syrien nimmt trotz internationaler Appelle an das Regime von Präsident Baschar al-Assad kein Ende. Aus den Protesthochburgen Homs und Idlib wurden am Samstag erneut Hinrichtungen sowie heftige Gefechte zwischen Regierungstruppen und Deserteuren gemeldet. Rettern von Rotem Kreuz und Rotem Halbmond gelang es erneut nicht, das belagerte Viertel Baba Amro in Homs zu erreichen.
Der Aktivist Abu Imad sagte der Nachrichtenagentur dpa im Libanon, dass Assads Milizen weiterhin die Bevölkerung in dem Stadtteil „terrorisierten“ und junge Männer hinrichteten. Aus diesem Grund würden die Rettungskräfte auch nicht in das Gebiet gelassen.
Kämpfe gehen auch in anderen Landesteilen weiter
Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) teilte in Genf mit, dass die Helfer von den Behörden bereits den zweiten Tag in Folge daran gehindert würden, Hilfsgüter in das Viertel zu bringen. IKRK-Sprecher Bijan Farnoudi sagte: „Wir sind in Homs, aber nicht in Baba Amro.“
Auch in anderen Landesteilen gingen die Kämpfe weiter. Das oppositionelle syrische Netzwerk für Menschenrechte berichtete, dass 44 fahnenflüchtige Soldaten in der Provinz Idlib hingerichtet worden seien. Von unabhängiger Seite gab es zunächst keine Bestätigung. Wegen der vom Assad-Regime verhängten Medienblockade ist es schwierig, Meldungen aus dem Land zu überprüfen.
Bei einem Selbstmordanschlag in der Provinz Daraa kamen nach offiziellen staatlichen Angaben mindestens drei Menschen ums Leben. Wie die syrische Nachrichtenagentur Sana berichtete, explodierte nahe der jordanischen Grenze am Samstag eine Autobombe. 20 Passanten – unter ihnen auch Sicherheitskräfte – seien verletzt worden.

