Politik 26.04.2012, 19:21 Uhr

Ein neues Standardwerk aus Regensburg

Institut für Ost- und Südosteuropaforschung legt umfassendes Werk über die Geschichte Südosteuropas vor

Von Christian Kucznierz, MZ

Regensburg. Bei dem Begriff „Standardwerk“ lächelt Dr. Konrad Clewing ein wenig verstohlen. Und dennoch wird die von ihm und Prof. Dr. Oliver Jens Schmitt von der Universität Wien herausgegebene und im Verlag Friedrich Pustet erschienene, knapp 900-seitige „Geschichte Südosteuropas“ bereits so bezeichnet. Am Mittwochabend ist das Buch im Wissenschaftszentrum Ost- und Südosteuropa in Regensburg präsentiert worden.

„Es fehlte eine umfassende Darstellung der Region, über die Grenzen des Balkans hinaus“, sagt Clewing, der stellvertretender Direktor und Geschäftsführer des Südost-Instituts gewesen ist, das im Januar mit dem Osteuropa-Institut fusionierte. Dass die Region oft zu wenig Beachtung finde, liegt für Clewing auch mit daran, dass es eine solche Darstellung, die noch dazu ansprechend aufbereitet ist, bislang nicht gegeben hat. Dieser Mangel soll nun mit Vorlage der „Geschichte Südosteuropas“ behoben sein. Denn: Die Geschichte Südosteuropas weiche zwar immer von der anderer Regionen ab – doch sie sei immer eng mit der des restlichen Europas und der ganzen Welt verknüpft gewesen, und das nicht erst durch den Ausbruch des Ersten Weltkriegs, wie Prof.Dr.Ulf Brunnbauer, Direktor des Instituts für Ost- und Südosteuropafoschung sagt. Sein Kollege Clewing betont, dass das Werk sich nicht nur an Studierende und Forschende richte, sondern auch alle an der Thematik interessierte Leser ansprechen soll.

Eigentlich planten Clewing und Schmitt, ein Handbuch über Südosteuropa zu verfassen, aber im Zuge der Arbeit sei schnell klar geworden, dass dieses Vorhaben erst einmal warten muss. Wobei die „Geschichte Südosteuropas“ Grundlage und Etappe auf dem weiterhin verfolgten Ziel eines sechsbändigen Handbuchs sein soll. Das allerdings zielt dann mehr auf ein akademisches Publikum ab und soll, so Clewing, „ein Prestigeprojekt des Instituts für die kommenden Jahre“ sein.


 

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