Regensburg bekommt Graduiertenschule
Die Hochschul-Exzellenzinitiative bewilligt der Regensburger Universität die Graduiertenschule in Zusammenarbeit mit der Münchner LMU.
Berlin/Bonn . Erfolg für die Universität Regensburg und die LMUMünchen: Wie die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) am Freitag mitteilte, ist der gemeinsame Antrag auf Einrichtung einer Graduiertenschule für „Ost- und Südosteuropastudien“ bewilligt worden. Die Partneruniversitäten erhalten dadurch in den kommenden fünf Jahren zusätzliche Forschungsmittel. Etwa 100 Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler aus den Geschichts-, Sprach-, Literatur-, Rechts-, Politik- und Kulturwissenschaften können somit künftig gefördert werden. „Das ist das Tüpfelchen auf dem i, das wir als Universität gebraucht haben“, freute sich der Regensburger Rektor Prof. Dr. Thomas Strothotte. „Es ist unglaublich“, sagte Prof. Dr. Ulf Brunnbauer, der Geschäftsführende Direktor des Instituts für Ost- und Südosteuropaforschung. „Es waren ja drei Jahre harte Arbeit mit ungewissen Ausgang.“ Umso größer war die Erleichterung und Freude bei dem versammelten Team, als die Entscheidung der DFG endlich feststand. Jetzt geht die Arbeit für Brunnbauer und seine Kollegen aber erst richtig los: Ab November wollen sie die ersten Doktoranden an der Graduiertenschule aufnehmen.
Auch die Sieger der zweiten milliardenschweren Hochschul-Exzellenzinitiative von Bund und Ländern stehen fest – künftig gibt es elf Elite-Unis. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur dpa dürfen sich fünf neue Hochschulen mit dem Titel Elite-Universität schmücken: In den Kreis steigen die Humboldt-Universität Berlin, Bremen, Dresden, Köln und Tübingen auf. Ihren Titel behalten die beiden Münchener Universitäten, die FU Berlin, Konstanz, Heidelberg und die RWTH Aachen.
Zu den Absteigern gehört überraschend die Universität Karlsruhe, die wegen ihrer viel gelobten Zusammenarbeit mit der außeruniversitären Forschung besonders im Blickfeld der Bildungspolitik steht. Auch Göttingen und Freiburg verlieren ihren bisherigen Elite-Status.
Nicht durchsetzen mit ihrem Zukunftskonzept konnten sich die Universitäten Bochum und Mainz.
Bei der zweiten Exzellenzinitiative von Bund und Ländern geht es um die Vergabe von 2,7 Milliarden Euro Forschungsgelder, die die Universitäten bis 2017 zusätzlich erhalten. Davon trägt 75 Prozent der Bund, 25 Prozent zahlen die Länder.





