Wirtschaft 28.02.2013, 10:25 Uhr

Mobiles Internet wird Alltag

Vier Tage lang hat der Mobile World Congress ien Barcelona die Trends der Mobilfunkbranche beleuchtet. Ein Ergebnis: Smartphones sind nur der Anfang.

Eine Hostess präsentiert auf der Mobile Web Conference das Xperia Z sSmartphone von Sony. Foto: afp

Eine Hostess präsentiert auf der Mobile Web Conference das Xperia Z sSmartphone von Sony. Foto: afp

Von Peter Zschunke, dpa

Barcelona. Das mobile Internet wird so wichtig wie Wasser und Strom. In diesem beweglichen digitalen Raum geht es künftig nicht nur darum, unterwegs die E-Mail zu lesen oder ein Foto auf Facebook hochzuladen. Die Fachmesse Mobile World Congress hat in dieser Woche gezeigt, wie die Vernetzung über Mobilfunk alle Lebensbereiche erfasst.

Im Internet der Dinge fangen die Gegenstände zu denken an, wie auf einem Stand des spanischen Netzbetreibers Telefónica zu lesen war. Bis 2020 werden 50 Milliarden Geräte aller Art miteinander vernetzt sein, schätzt der Chef des schwedischen Netzausrüsters Ericsson, Hans Vestberg. Sie werden im Autoverkehr, im Krankenhaus oder in der Warenlogistik von Unternehmen automatisch Daten austauschen, ihre Software wird selbstständige Entscheidungen treffen. Die erforderliche Debatte darüber hat kaum begonnen. Wer sich daran beteiligen will, sollte aufhorchen, wenn das Schlagwort M2M fällt: Kommunikation von Maschine zu Maschine.

Apple wird weiter unter Druck gesetzt

Natürlich hatte Barcelona auch für technikverliebte Gadget-Jungs wieder einiges zu bieten. Am imposanten Samsung-Stand drängten sich die Besucher um das erstmals präsentierte Tablet Galaxy Note 8, die Antwort der Südkoreaner auf das iPad mini. Beeindruckend dünn ist das Xperia Tablet Z von Sony: 6,9 Millimeter. Das Gerät im 10,1-Zoll-Format ist wasserfest und soll damit auch für den Strandurlaub geeignet sein. Auch Hewlett-Packard hat jetzt wieder ein eigenes Tablet zu bieten, nachdem die Geräte mit dem WebOS-System im Sommer 2011 eingestellt worden waren. Tablet-Marktführer Apple, bei solchen Messen schon lange nicht mehr vertreten, wird weiter unter Druck gesetzt.

Bei den Smartphones gibt es immer mehr Geräte mit ansprechender Leistung zu Preisen zwischen 100 und 200 Euro - zum Vergleich: Das aktuelle iPhone kostet ab 679 Euro. Allerdings sind viele günstige Smartphones zunächst nicht für Westeuropa gedacht. Sie sollen vor allem die nächste Milliarde der Weltbevölkerung ins Internet bringen. Die Menschen in Afrika und Südostasien drängen ins mobile Internet, was auf der Messe ein wichtiges Thema war.

 

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