Eine Brücke zwischen Südamerika und Europa
Vor Jahren hat sich Dirk Schuhmacher mühsam ein Praktikum im Ausland organisiert. Jetzt hilft er anderen Studenten mit seiner OLE-Praktikumsbörse.
Dirk Schuhmacher in Argentinien – er bietet Praktikumsplätze in Südamerika und in Schanghai an. Foto: privat
Wofür steht das OLE im Namen der Praktikumsbörse?
Dirk Schuhmacher: „Olé bedeutet im Spanischen so etwas wie ,aufgeht’s‘. Jedenfalls ist es positiv besetzt, und wenn man gefragt wird, für wen man arbeitet, finden das alle immer lustig. Man kann es außerdem noch so erklären, dass die Börse eine Organisation ist, die Lateinamerika und Europa verbindet.“
Wie kamen Sie auf die Idee, eine eigene Praktikumsbörse zu gründen?
Dirk Schuhmacher: „Ich wollte ins Ausland, um ein Praktikum zu machen. Dabei konnte mir aber niemand behilflich sein. Deshalb bin ich einfach nach Ecuador geflogen und habe versucht, das alles vor Ort klar zu machen. Dort war ich aber auf verlorenem Posten. Außerhalb von Deutschland und gerade in Südamerika ist die Form des Praktikums unbekannt. Dass es im Nachhinein doch gut geklappt hat, habe ich auch vielen Zufällen zu verdanken. Ich war dann bei einem privaten Nachrichtenkanal, vergleichbar mit n-tv. Nach meiner Rückkehr hatten viele Freunde Fragen und ich die Antworten. So habe ich im Kleinen angefangen, die Leute zu beraten, bis es immer mehr wurde.“
Sie haben Praktikumsplätze in Ecuador, Peru, Chile, Argentinien und in Schanghai. Wie kommt da China dazu?
Dirk Schuhmacher: „Die Nachfrage seitens der Studenten war da. Dazu kam ein Abi-Nachtreffen, bei dem sich herausstellte, dass ein früherer Schulkamerad Sinologie studiert hatte und in Schanghai lebte. Zusammen haben wir dort die Strukturen aufgebaut. Jetzt arbeite ich mit einer Chinesin zusammen. Das ist gut für das interkulturelle Verständnis.“
In welchen Bereichen sind die Praktikumsstellen angesiedelt und werden sie bezahlt?



