Kultur 07.07.2012, 16:18 Uhr

Jazz auf allen Plätzen

Seit Freitag ist die Regensburger Altstadt wieder Kulisse für das Jazzweekend. Bis Sonntag werden auf den Plätzen 86 Konzerte und fünf Sessions stattfinden.

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US-Generalkonsul Conrad R. Tribble versucht sich als Sänger Bismarckplatz Foto: altrofoto.de

US-Generalkonsul Conrad R. Tribble versucht sich als Sänger Bismarckplatz Foto: altrofoto.de

Regensburg. Da hatte sich Bürgermeister Joachim Wolbergs ganz besonders gefreut: Nachdem er am Freitagabend am Bismarckplatz offiziell das 31. Bayerische Jazzweekend eröffnet hatte, ergriff US-Generalkonsul Conrad Tribble das Mikrofon und sang, begleitet von der Harald Rüschenbaum-Combo, den Standard „Flyin’ To The Moon“. Und weil das Publikum gar so begeistert war, ließ der US-Diplomat noch den Song „Mack The Knife“ folgen. Insgesamt werden an diesem Wochenende auf den verschiedensten Plätzen in der Altstadt 86 Jazzkonzerte und fünf Sessions stattfinden. Den Musikern und dem Publikum wünschte Wolbergs viele erhellende Erlebnisse. Und das Wetter bleibt so schön wie am Freitagabend, versprach der Bürgermeister.

Wie ehrenvoll es ist, sich beim Jazzweekend präsentieren zu können, belegt die steigende Zahl von Bewerbungen für das Jazzweekend. Sie kommen mittlerweile aus ganz Europa, wie Sylke Merbold vom Bayerischen Jazzinstitut berichtet. Die in Regensburg ansässige Einrichtung hat die künstlerische Leitung dieses Events, das die Stadt veranstaltet. Wichtiger Sponsor ist die REWAG, weshalb die Programmvorstellung mit Jazzinstitut, Kulturreferent Klemens Unger und Vorstandsvorsitzendem Norbert Breidenbach gestern im alten Gasreinigergebäude der REWAG stattfand.

342 Bewerbungen für das 31. Jazzweekend hat das Jazzinstitut erhalten. Letztlich kamen nur 83 Bands zum Zug. Sylke Merbold betonte, dass die Jury gründlich prüfe und ein „Soundprofil“ jedes Bewerbers im Ohr habe. Nicht nur das Festival habe ein eigenes Profil, sondern darin auch jeder Veranstaltungsort und jede Zeitschiene.

Die Band mit der weitesten Anreise ist The Hot Wok aus Spanien. Mit Funk, Latin und Modern Jazz, intoniert von Bläsern mit Drums und Vi-braphon, brachten die vier Chefköch(innen) den Gewerbepark am Donnerstagabend zum Brodeln. Natürlich sind auch wieder Lokalmatadoren wie Gitarrist Yankee Meier dabei, er gleich in zwei Ensembles: ein Folkprojekt und ein Instrumentaltrio.

Neu ist der Auftritt eines großen Jazzchors: Die Münchner Formation Singin’ Off Beats hat sich mit spannenden Arrangements und ihrer Performance einen guten Namen gemacht. Eine weitere Premiere gibt es am Sonntagvormittag: Das Landes-Jugendjazzorchester Bayern und die KaRi-dance Company präsentieren im Thon-Dittmer-Hof ihr Projekt „Cafehaus”. Die Company tanzt eigens für sie komponierte Titel, die jungen Musiker improvisieren zum Tanz einzelner Ensemblemitglieder.

 

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