Buchbesprechungen 05.01.2009, 00:00 Uhr

Eine Mutter am Limit

Astrid Hess, Autorin mit Wurzeln in Neustadt/Donau hat ihren ersten Roman veröffentlicht.

Paula ist 39 Jahre alt, absolut weltfremd und ziemlich nervenschwach. Ihre beiden Kinder sind lebhaft, der Ehemann verwöhnt. Damit ist Paulas Körperakku täglich 16 Stunden auf Touren. Auch „Schwiegermonster Lore‘‘ will rund um die Uhr bemuttert werden. Bald ist Paulas Zusammenbruch vorprogrammiert.

Paula hat zwei Alternativen. Entweder Sie lässt sich für einige Monate in die geschlossene Abteilung einer psychiatrischen Klinik einweisen oder sie fährt zur Kur. Paula entschließt sich für den Aufenthalt in einer Kurklinik. Was sie (noch) nicht weiß: Zwischen einer psychiatrischen Abteilung und einer Mutter-Kind-Kurklinik sind die Unterschiede manchmal nicht sehr groß. Aber mit Unterstützung durchaus hoch motivierter, aber leider komplett durchgeknallter Klinikangestellten, kann es doch nicht so schwer sein, ins Leben zurück zu finden. Oder?

Aber Paula wollte es ja so und jetzt ist sie mittendrin. In einem Abenteuer auf Zeit. Die Autorin Astrid Hess analysiert die Charaktere ihrer Figuren gnadenlos ehrlich, jedoch immer mit einem Augenzwinkern. Das macht den Roman herrlich erfrischend und amüsant zu lesen.

Astrid Hess wurde 1964 geboren. Ihre Eltern stammen aus Neustadt an der Donau. Hess ist gelernte Bürokauffrau. Nachdem einige ihrer Kurzgeschichten erfolgreich im Internet veröffentlicht wurden, machte sie sich an ihren ersten Roman, der „Kurschatten‘‘ entstand. Astrid Hess lebt mit ihrem Mann und drei Kindern in der Nähe von Ingolstadt. (mz)

Astrid Hess: „Der Kurschatten“, Shaker Media, 240 Seiten, 13,90 Euro, ISBN: 978-3-86858-169-0.

 

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