Das Utøya-Massaker und andere große Kriminalfälle
Anders Behring Breivik im Gerichtssaal (März 2012). Foto: Stian Lysberg
Leipzig. Das Massaker von Oslo und Utøya war der größte Terroranschlag in der Geschichte Skandinaviens. Das Verbrechen selbst sowie der anschließende Prozess gegen Anders Behring Breivik beherrschten weltweit die Schlagzeilen.
Die Skandinavien-Korrespondentin Ingrid Raagaard rekonstruiert jetzt in ihrem Buch «Oslo Utøya» die traumatischen Ereignisse. Anhand von Augenzeugenberichten schildert sie sachlich und ohne Sensationslust jenen tragischen 22. Juli 2011, der das Land veränderte und gibt Einblick in die hasserfüllte Gedankenwelt des Anders Breivik.
Daneben erzählt die Journalistin von weiteren großen Kriminalfällen, die in den letzten Jahrzehnten Skandinavien erschütterten. Darunter ist die Geschichte über den ersten Massenmörder, einen Dorfpolizisten, der 1952 zehn Menschen tötete. Auch ein anderes Verbrechen ging in die Geschichte ein: der Banküberfall in Stockholm, bei dem sich 1973 Geiseln mit Räubern solidarisierten. Seither spricht man vom «Stockholm-Syndrom».
ngrid Raagaard: Oslo Utøya. Und andere authentische Kriminalfälle aus Skandinavien. Militzke Verlag, Leipzig, 208 Seiten, 17,99 Euro, ISBN 978-3-86189-849-8

