„Heast as net, wia die Zeit vageht“
Schee war’s: Hubert von Goisern & Haindling open Air in Regensburg
Hubert von Goisern mit seiner „Steirischen“. Foto: altrofoto.de
Von Beate Lutz-Maß, MZ
REGENSBURG. Sie haben Wurzeln und sie haben Flügel, und die Verknüpfung von beidem macht ihre Musik aus – Hubert Achleitner alias Hubert von Goisern und Hans Jürgen Buchner alias Haindling. Der oberösterreichische Weltmusiker machte mit seiner schwimmenden Konzertbühne Station im Osthafen und nahm den niederbayerischen Weltmusiker mit an Bord zu einem dialektal-musikalischen Open-Air-Doppelereignis der Extraklasse.
„Strom hamma selba dabei!“
Mochte auch hin und wieder im zweiten Teil des Konzerts ein Lautsprecher ausfallen: Am Ende, schon nach der polizeilich verordneten musikalischen Sperrstunde, stand der Goiserer doch am längeren Hebel: „Den Strom kennans uns net obdraahn – den hamma selba dabei!“ Und so kamen die Zuhörer noch in den Genuss eines „Klassikers“ – „Heast as net, wia die Zeit vageht“. Da gingen sie dann an, die Feuerzeuge. Hubert-von-Goisern-Fans schwelgen und schmachten.
Nach dem Auftaktkonzert in Wien am 22. Juni und dem zweiten in Melk am 26. war der Auftritt in Regensburg der Dritte der „Linz Europa Tour“, die Hubert von Goisern und seine neue Band per Schiff auf der schönen, früher blauen und bei uns so ordentlich kanalisierten Donau bis an die Schwarzmeerküste führen wird, durch neun Länder, und von dort wieder zurück, mit Konzert-Stationen runter wie rauf, 22 an der Zahl. Bei den meisten holt sich Hubert von Goisern Musiker der jeweiligen Gegend an Bord seines umgebauten Frachters. Und in Osijek, Vukovar, Belgrad, Novi Sad und wie die Veranstaltungsorte alle heißen, kosten die Konzerte noch nicht mal was. Wie schön. Es geht um mehr als um Kommerz. Eine musikalische Begegnungsreise soll es sein.
Und für seine Begegnung in Regensburg hat sich Hubert von Goisern grad den Rechten ausgesucht.


