Kultur 30.06.2009, 18:12 Uhr

Choreografin Pina Bausch mit 68 Jahren verstorben

Die große Avantgardistin des Tanztheaters, Pina Bausch, ist tot. Die international gefeierte Choreografin und Chefin des Wuppertaler Tanztheaters starb am Dienstagmorgen im Alter von 68 Jahren.

Die große Avantgardistin des Tanztheaters, Pina Bausch, ist tot. Die international gefeierte Choreografin und Chefin des Wuppertaler Tanztheaters starb am Dienstagmorgen im Alter von 68 Jahren.

Die große Avantgardistin des Tanztheaters, Pina Bausch, ist tot. Die international gefeierte Choreografin und Chefin des Wuppertaler Tanztheaters starb am Dienstagmorgen im Alter von 68 Jahren. Das teilte die Sprecherin des Theaters mit. Die mit höchsten Preisen ausgezeichnete Bausch erlag einem Krebsleiden. Die Erkrankung sei erst vor fünf Tagen bei ihr festgestellt worden, sagte die Sprecherin. Noch am Sonntag vor einer Woche habe Bausch mit ihrem Tanzensemble im Wuppertaler Opernhaus auf der Bühne gestanden. Unter ihrer Leitung wurde das Wuppertaler Tanztheater, wo sie seit 1973 als Chef-Choreographin wirkte, weltberühmt. Vertreter von Politik und Kultur reagierten bestürzt auf den überraschenden Tod der Künstlerin.

Pina Bausch galt mit ihrem Ensemble seit langem international als eine der wichtigsten Vertreterinnen der neuen deutschen Tanzkunst. Noch Mitte Juni war die Uraufführung von Bauschs neuem Tanzabend im Wuppertaler Opernhaus vom Publikum gefeiert worden. Der Regisseur Wim Wenders wollte im September mit Bausch einen Film drehen.

1940 im nordrhein-westfälischen Solingen als Tochter eines Gastwirts geboren, studierte sie bereits mit 14 Jahren bei Kurt Jooss an der Essener Folkwangschule. Nach ihrem Abschluss wechselte sie an die berühmte Juilliard School in New York. 1962 kehrte Bausch nach Deutschland zurück, wo sie mit eigenen Choreographien auf sich aufmerksam machte.

Als Direktorin des neugegründeten Tanztheaters Wuppertal schuf sie seit den 1970er Jahren rund 40 abendfüllende Werke und wurde mit internationalen Auszeichnungen und Preisen überhäuft. 2007 erhielt sie für ihr Lebenswerk in Tokio den Kyoto-Preis sowie den Goldenen Löwen der Biennale von Venedig. 1982 übernahm sie eine Rolle in Federico Fellinis Film „E la nave va“. Einen eigenen Kinofilm brachte sie mit „Die Klage der Kaiserin“ 1990 heraus.

 

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