Kultur 20.04.2007, 00:00 Uhr

Die treibende Kraft im Fluss der Musik

Hubert von Goisern schippert zu 50 Konzerten in Europa / Haindling geht an Bord

Zwei, die die Lust am Experiment bewegt: Haindling (Hans-Jürgen Buchner) und Hubert von Goisern bei der Pressekonferenz im BR-Regionalstudio Foto: altrofoto.de

Zwei, die die Lust am Experiment bewegt: Haindling (Hans-Jürgen Buchner) und Hubert von Goisern bei der Pressekonferenz im BR-Regionalstudio Foto: altrofoto.de

Von Angelika Lukesch

REGENSBURG. So ganz eindeutig kann Hubert von Goisern nicht sagen, was denn nun die treibende Kraft im Musik-Tournee-Projekt „Schiffsexpedition zwischen Schwarzem Meer und Nordsee“ sei. Ist es die Musik? Ist es die Natur, die sich im dahintreibenden Wasser des Flusses als Sinnbild des Flusses des Lebens präsentiert? Oder ist es der Wunsch, sich treiben zu lassen zwischen Städten, Völkern, Kulturen und Traditionen?

Hauptsächlich, so meint von Goisern beim Pressegespräch zu seiner „Linz Europa Tour 2007-2009“, sei es wohl die Musik, die ihn fortwährend treibe, neue Formen der Präsentation zu finden und vor allem auch den Kontakt mit anderen Musikern und mit der Musik anderer Kulturen Kontakt aufzunehmen, um gemeinsam mit ihnen zu arbeiten. Doch auch die Donau hat es dem Österreicher angetan. Er liebe die Donau, meint von Goisern, und ganz besonders freue er sich auf „die bayerische Strecke“, „die Strecke am Strudengau“ und „alles nach dem eisernen Tor“.

Der Fluss wird nicht geschädigt

Wichtig ist ihm, klar zu machen, dass diese Schiffexpedition, die ihn 2007 in mindestens 20 Hafenstädte der Donau und insgesamt in den drei Jahren in 50 Orte und vierzehn Länder entlang der Ströme Europas führen wird, der Umwelt, auch der geliebten Donau, keinen Schaden zufügen wird. Zwar ist ein großes umgebautes Frachtschiff mit einer hydraulischen Bühne unterwegs (die Konzerte finden auf dem Schiff statt, das Publikum bleibt am Ufer), doch es habe nur 1,20 Meter Schubtiefe.

„Dafür muss die Donau nicht ausgebaggert werden“, so Goisern. Start- und Endpunkt ist Linz, die Kulturhauptstadt 2009, die auch ein Drittel der Mammut-Schiffs-Tournee sponsern wird. Das zweite Drittel kommt von Red Bull, „das dritte Drittel finanzieren wir aus denn Einnahmen“, so von Goisern. In den Ostländern wird das Schiff, die „Goisern“, übrigens auch an Orten anlegen, wo es noch nie ein derartiges Konzertereignis gegeben hat. Hier werde auch kein Eintritt verlangt. „Das wird spannend“, meint Goisern, nicht zuletzt auch die Frage der noch zu lösenden bürokratischen Hindernisse, wie das Territorium des Schiffes, das als österreichischer Grund und Boden zählt, und das von Menschen aus Ländern, die nicht dem Schengener Abkommen angehören, eigentlich nicht ohne Visum betreten werden darf.

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