Trauer um Neil Armstrong
Er war der erste Mann, der den Mond betrat. Jetzt ist der ehemalige US-Astronaut Neil Armstrong gestorben. Seine Worte bei der Mondlandung sind legendär.
Washington. Der erste Mensch, der auf dem Mond war, ist tot: Der Astronaut Neil Armstrong ist im Alter von 82 Jahren an den Folgen eines Herzeingriffs gestorben. Das teilte seine Familie mit. Armstrong hatte sich am 7. August, zwei Tage nach seinem Geburtstag, einer Bypass-Operation unterzogen. Politiker und Forscher zeigten sich tief bewegt vom Tod des Astronauten, der am 21. Juli 1969 als erster Mensch einen anderen Himmelskörper betreten hatte. Dabei sprach er die unvergessenen Worte, dass dies ein kleiner Schritt für ihn als Menschen sei, aber ein gewaltiger Sprung für die Menschheit.
US-Präsident Barack Obama teilte in einer Erklärung mit: „Neil war einer der größten amerikanischen Helden – nicht nur zu seiner Zeit, sondern für alle Zeiten“. „Als er und seine Crew 1969 mit der Apollo 11 gestartet sind, nahmen sie die Sehnsucht einer ganzen Nation mit.“
Auch die Bundesregierung äußerte in einer Mitteilung ihre Trauer „mit dem ganzen amerikanischen Volk um diesen Raumfahrtpionier, der in der Entdeckergeschichte der Menschheit auf einer Stufe mit Christopher Kolumbus steht“. Der Astronaut und Physiker Ulf Merbold, der 1983 nach Sigmund Jähn als zweiter Deutscher ins All geflogen war, sagte: „Er war einer der ganz Großen der Menschheitsgeschichte.“ Armstrong stehe auf einer Stufe mit Entdeckern wie Kolumbus oder Marco Polo. „Ich verliere auch einen guten Freund.“
„Der beste Pilot, den ich kannte“
Die Nasa zeigte sich betroffen über den Verlust „eines Freundes, Kollegen und wahren amerikanischen Helden“. Nasa-Chef Charles Bolden versicherte, der Astronaut werde für immer in den Geschichtsbüchern zu finden sein. Auch der designierte Präsidentschaftskandidat der Republikaner, Mitt Romney, erklärte während einer Wahlkampftour, Armstrong sei „ein wahrer Held“.
Armstrong leitete die Mondlandungsmission von „Apollo 11“ und steuerte auch die kleine Mondlandefähre „Eagle“. Viele Millionen Menschen in allen Erdteilen saßen 1969 vor dem Fernseher und verfolgten, wie der damals 38-Jährige nahezu 400.000 Kilometer von der Erde entfernt seinen linken Fuß in die wüstenähnliche Landschaft des Mondes setzte. Zusammen mit Astronaut Edwin „Buzz“ Aldrin spazierte Armstrong drei Stunden lang auf dem Mond. Auch Aldrin (82), der zweite Mann auf dem Mond, zeigte sich „tief betroffen“ von Armstrongs Tod: „Ich weiß, dass Millionen von Menschen auf der ganzen Welt mit mir um diesen wahren amerikanischen Helden trauern, den besten Piloten, den ich kannte.“






