Panorama 29.09.2012, 18:37 Uhr

Alte Hasen dominieren Raabs Song Contest

Xavier Naidoo und Kool Savas belegen mit dem Hit „Schau nicht mehr zurück“ Platz eins beim Bundesvision Song Contest – Newcomer sind chancenlos.

Die Musiker Xavier Naidoo (l.) und Kool Savas traten gemeinsam als Xavas für das Bundesland Baden-Württemberg an – und holten den Sieg. Foto: dpa

Die Musiker Xavier Naidoo (l.) und Kool Savas traten gemeinsam als Xavas für das Bundesland Baden-Württemberg an – und holten den Sieg. Foto: dpa

Berlin. Eine Überraschung sieht anders aus: Xavas hat für Baden-Württemberg den Bundesvision Song Contest 2012 gewonnen. Erwartungsgemäß gewann das Projekt von Soulsänger Xavier Naidoo und Rapper Kool Savas am Freitag den alljährlichen Musikwettstreit der Bundesländer. Als ihr Sieg gegen Mitternacht feststand, brach bei dem Spektakel in der Berliner Max-Schmeling-Halle lauter Jubel aus. Aber auch Pfiffe und Buh-Rufe waren zu hören.

Selten war der Ausgang der von Entertainer Stefan Raab erfundenen Show so absehbar. Die Elektropop-Band Laing, die für Sachsen angetreten war, landete mit deutlichem Abstand auf Platz zwei. Auch die anderen Künstler waren chancenlos. Die bayerischen Starter, Fiva & Das Phantom Orchester, landeten abgeschlagen auf Platz 14 von 16.

Der Song von Xavas namens „Schau Nicht Mehr Zurück“ ist längst ein Hit im Radio. Das Duo war von Musikproduzent Raab schon vorher zum Favoriten erklärt worden. Ungerecht? Der Wettbewerb brauche eben auch etablierte Künstler, um den weniger bekannten eine Plattform zu schaffen, lautet das Argument von Raab.

Bei der Show, die von ProSieben live übertragen wurde, traten erst einmal Newcomer an, zum Beispiel Mellow Mark aus Brandenburg oder die Pickers aus Rheinland-Pfalz. Später folgten bekanntere Gesichter wie König Boris, Frontmann von Fettes Brot. Er trat mit seinem Soloprojekt Der König tanzt für Hamburg an. Für das Saarland sang die Gruppe Die Orsons zusammen mit Cro, dem Rapper mit der Pandabär-Maske.

Xavas traten als letzter von 16 Acts auf. Das hielt die Spannung aufrecht. „Was für ein Applaus. Wahnsinn!“, fand Raabs Co-Moderatorin Sandra Rieß nach dem Auftritt der großen Favoriten.

 

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