Neuer Rekordversuch am Donnerstag
Lebensgefährlicher Weltrekordversuch: Felix Baumgartner wollte am Dienstag vier Weltrekorde brechen, doch zu starker Wind verhinderte das Vorhaben.
Der Österreicher Felix Baumgartner will den Rekordsprung vom Rand der Stratosphäre wagen. Foto: Jay Nemeth/dpa
Roswell/Wien. Starker Wind hat den spektakulären Sprung des Extremsportlers Felix Baumgartner aus der Stratosphäre am Dienstagabend erneut verhindert. Der Extremsportler saß am Startplatz in Roswell im US-Bundesstaat New Mexico schon in seiner Kapsel und war bereit für den Aufstieg in die Stratosphäre als das Aus von Mentor Joe Kittinger kam. „Wir müssen abbrechen“, sagte Kittinger in der Live-Übertragung des Startversuchs.
Noch diese Woche könnte jedoch ein neuer Versuch gestartet werden. Der technische Leiter des Projekts hielt einen Start am Donnerstag für machbar. „Donnerstag ist ein Tag mit Potenzial“, sagte auch der Wetterexperte Don Day, wie die österreichische Nachrichtenagentur APA berichtete. Das Zeitfenster sei allerdings klein, weil Regen angekündigt ist.
Hauchdünner Heliumballon streift über Boden
Grund für den Abbruch am Dienstagabend war der für den hauchdünnen Heliumballon zu starke Wind: Der Ballon streifte vor dem Start nach einer Windböe über den Boden. Der Wind wehte mit etwa 40 Kilometern pro Stunde an der Spitze des fast 170 Meter hohen Ballons. Das Team konnte somit die Sicherheit der Mission nicht mehr garantieren. Für Baumgartner, der als erster Mensch im freien Fall die Schallmauer durchbrechen will, sind optimale Windverhältnisse beim Start unbedingte Voraussetzung.
Denn zu großer Windwiderstand könnte die Außenhülle des Ballons, der zehnmal dünner ist als eine herkömmliche Plastiktüte, leicht beschädigen. Dies hätte zu einem Absturz bereits am Beginn der Mission führen können. Fallschirme könnten Baumgartner in dieser Distanz vermutlich nicht ausreichend schützen. Der Salzburger stieg sichtlich enttäuscht aus seiner Kapsel.
Bereits am Montag wollte Baumgartner zu seinem Rekordvorhaben in die Stratosphäre aufbrechen, doch eine Kaltfront verhinderte dies. Am Dienstag verschob das Team den Start zunächst für sechs Stunden bevor das finale Aus kam.






