Panorama 30.10.2012, 15:42 Uhr

„Sandy“ richtet schwere Schäden an

Wirbelsturm „Sandy“ beschert der US-Ostküste eine Schreckensnacht. Teile New Yorks stehen unter Wasser. Hunderttausende sind ohne Heim und Strom. Es gibt mehr als ein Dutzend Tote. Noch ist der Schrecken nicht vorbei.

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In Atlantic City, New Jersey, sind Straßen überflutet. Foto: Xinhua/Zhan/dpa

In Atlantic City, New Jersey, sind Straßen überflutet. Foto: Xinhua/Zhan/dpa

Washington/New York. Schreckensnacht an der Küste, schwere Schäden im „Big Apple“, Bewährungsprobe im US-Wahlkampf: Wirbelsturm „Sandy“ hat an der Ostküste der USA gewütet und vor allem die Millionen-Metropole New York ins Chaos gestürzt. Mehrere Millionen Haushalte sind ohne Strom. Mehr als 25 Menschen starben. Es dürfte noch Tage dauern, bis alle Schäden bilanziert sind und das Alltagsleben langsam zurückkehrt. Eine Woche vor dem Termin am 6. November überschattete der Sturm auch den Endspurt der US-Wahl.

Insgesamt kamen nach Zählung des Fernsehsenders CNN mindestens 26 Menschen ums Leben. Der TV-Sender Fox News berichtete sogar von 33 Toten. Allein in der Millionenmetropole New York starben nach Angaben von Bürgermeister Michael Bloomberg zehn Menschen. Sie wurden von umstürzenden Bäumen oder umherfliegenden Ästen getroffen oder kamen mit herunterhängenden Stromkabeln in Berührung. Bloomberg sprach am Dienstag von dem vielleicht schlimmsten Sturm, „den wir je hatten“. Mindestens 750.000 Menschen seien jetzt ohne Strom, viele auch ohne Heizung. Die New Yorker Verkehrsbetriebe sprachen von der schwersten Zerstörung in der 108-jährigen Geschichte der U-Bahn.

In der Millionen-Stadt richteten die Ausläufer des Sturms mit einer 1000 Kilometer breiten Front einen Milliardenschaden an. An der Südspitze Manhattans stieg das Wasser etwa 4,30 Meter über Normal – gut einen Meter mehr als der bisherige Rekord von 1960. Der ansonsten hell erleuchtete Finanzdistrikt im Süden Manhattans wurde in gespenstisches Dunkel getaucht, weil der Strom ausfiel oder vorsichtshalber abgeschaltet wurde. Das Wasser lief in Sturzbächen in die Tunnel, die die Insel mit Brooklyn verbinden. In vielen U-Bahn- und Straßentunneln stand das Wasser in der Nacht ehr als einen Meter hoch. Wahrscheinlich dauert es mehrere Tage, bis die Bahn wieder fährt.

An Hunderten Stellen waren Stromleitungen beschädigt. Eine Explosion in einem Umspannwerk in der New Yorker Lower East Side verschärfte die Lage noch weiter. Wegen der Überschwemmungen haben viele Menschen in New York kein Wasser.

 

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