„Ich bin immer noch ich, ich bin Gina-Lisa. Und ich hab noch immer den gleichen Charakter wie zu Beginn der Sendung – auch wenn ich eine neue Frisur habe.“
Emotionales Finale am Abend bei Germany’s next Topmodel: Unter den verschiedenen Kandidatinnen sticht eine besonders hervor: Gina-Lisa. Sie hat sich im Laufe der Show äußerlich bereits stark verändert und legt ein markantes Auftreten an den Tag.
Doch wie schätzt sie selbst ihre Chancen auf den begehrten Titel des „Next Topmodel“ ein? Was würde sie alles tun, um gegen ihre Konkurrentinnen bestehen zu können? – und wie ist Heidi Klum außerhalb der Show?
Mit der Mittelbayerischen Zeitung sprach Gina-Lisa über sich, ihre neue Frisur und die Erfahrungen in der Casting-Show.
Sind Sie noch immer die Gina-Lisa, die Ihre Familie und Ihre Freunde kennen, oder hat „Germany’s Next Topmodel“ eine andere aus Ihnen gemacht?
Gina-Lisa: „Ich bin immer noch ich, ich bin Gina-Lisa. Und ich hab noch immer den gleichen Charakter wie zu Beginn der Sendung – auch wenn ich eine neue Frisur habe.“
Eine Frisur, die Sie vor dem Umstyling strikt abgelehnt haben...
„Ja, klar, ich hab denen ja auch gesagt: ’Ihr habt mir mein Herz rausgerissen’, aber was sollte ich tun? Ich kann ja nicht die ganze Zeit rumzicken. Ich hab mich damit abgefunden – so ist das Business. Andere Models wechseln jeden Tag ihre Frisur. In der heutigen Zeit kann man das ja irre schnell verändern. Und als Model muss man wandelbar sein, sonst ist es langweilig und man hat keine Chance in der Model-Welt.“
A propos Chancen: Mit 1,71 Metern haben Sie objektiv gesehen nicht die Traumgröße eines Models. Und trotzdem sind Sie bei „Germany’s Next Topmodel“ so weit gekommen. Wie erklären Sie sich das?
„Ja, das stimmt, ich bin nicht besonders groß, aber ich bin der Meinung, dass jeder Mensch eine Chance verdient hat. Klar kann ich nicht die Catwalks dieser Welt erobern, aber man kann ja auch viele andere Sachen machen wie für Kataloge oder Plakate Model stehen. Ich habe ja auch schon 16 Miss-Wahlen gewonnen, ich war sogar schon einmal bei der Miss- World-Wahl in Las Vegas. Ich liebe es, im Rampenlicht zu stehen. Ich stehe mit der Kamera auf und gehe mit der Kamera ins Bett. Ich bin eine richtige Rampensau!“
Viele mutmaßen, dass Sie nur deswegen in der Sendung bleiben, weil Sie bei den Zuschauern so beliebt sind und die Quote aufrechterhalten – auf den Titel von Deutschlands nächstem Topmodel aber keine Chance haben. Was sagen Sie dazu?
„Und wenn es wirklich so sein sollte: Damit muss man sich abfinden. Wenn ich mir über solche Dinge ständig Gedanken machen würde, dann könnten sie mich ja gleich in die Klapse einliefern. Bei mir ist es so: Entweder man liebt mich oder man hasst mich! Aber in so einem Business muss man sich halt durchbeißen. Und Heidi Klum ist mein Vorbild. Sie ist eine hammerstarke Persönlichkeit.“
...und eine eiserne Lady...
„Ja, das ist sie schon. Vor allem am Anfang der Sendung war sie knochenhart zu uns. Aber dass es hart wird, wussten wir doch schon vor der Sendung! Das Leben ist kein Wunschkonzert und auch in allen anderen Berufen und Bereichen des Lebens bekommt man nichts geschenkt. Aber ich liebe den Beruf, ich liebe es zu modeln und dafür nehme ich den Druck und die Härte gerne in Kauf.“
Haben Sie keine Angst, dass Sie genau dieses Geschäft einmal ganz stark verändert?
„Natürlich. Aber da habe ich schon zu meiner Familie gesagt: ’Wenn ich mich so krass verändern sollte, holt mich runter!‘ Ich hab nämlich keinen Bock drauf, so eine Schicki-Micki-Tussi zu werden, die nur noch arrogant ist, weil sie so viel Geld hat.“
Gestern Abend ist Katharina rausgeflogen. In der nächsten Sendung wird die Jury entscheiden, ob Sie oder Sarah weiterkommen. Wie geht’s weiter?
„Das ist schwierig zu sagen, weil Sarah mein absoluter Favorit für „Germany’s Next Topmodel“ ist. Uns verbindet eine Seelenverwandtschaft. Wenn Sarah beim nächsten Mal gehen muss, gehe ich auch. Ohne sie will ich nicht länger bleiben. Sollte ich aber gehen müssen, möchte ich nicht, dass sie aufgibt. Sie hat meiner Meinung nach die besten Chancen auf den Titel.“