Panorama 08.02.2010, 20:49 Uhr

Kinderärzte fordern: Säuglinge bevorzugt impfen

Voraussichtlich bis Mitte Februar sind in Deutschland mehrere Impfstoffe für Kinder nicht mehr lieferbar. Dazu zählt unter anderem ein Impfstoff gegen die Viruserkrankungen Masern, Mumps, Röteln und Windpocken.

Voraussichtlich bis Mitte Februar sind in Deutschland mehrere Impfstoffe für Kinder nicht mehr lieferbar. Dazu zählt unter anderem ein Impfstoff gegen die Viruserkrankungen Masern, Mumps, Röteln und Windpocken.

Angesichts fehlender Impfstoffe für Kinder haben Ärzte die bevorzugte Immunisierung von Säuglingen gefordert. Zwei und drei Monate alte Babys müssten in jedem Fall gegen die wichtigsten Krankheitserreger geimpft werden, sagte die Expertin des Berufsverbandes Kinder- und Jugendärzte (BVKJ), Ursel Lindlbauer-Eisenach, am Montag in Köln. Die weiteren Schutzimpfungen könnten zur Not verschoben werden.

„Der jetzige Impfstoffengpass wird hoffentlich in Kürze überwunden sein“, sagte Lindlbauer-Eisenach. Nach Informationen des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) werde der benötigte Sechsfach-Impfstoff bereits Mitte Februar lieferbar sein. Es gebe keinen Grund für Eltern, beunruhigt zu sein, sagte die Ärztin.

Laut PEI sind in Deutschland seit Mitte Januar einige Kinderimpfstoffe nicht mehr lieferbar, weil die Kapazitäten des Herstellers GlaxoSmithKline (GSK) durch die Produktion des Schweinegrippe-Impfstoffes ausgelastet sind. Der Nachschub stocke vor allem bei einem Vierfach-Impfstoff gegen die Viruserkrankungen Masern, Mumps, Röteln und Windpocken und bei einem Sechsfachimpfstoff gegen Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten, Kinderlähmung, Hepatitis B sowie die vom Bakterium HIB hervorgerufenen Krankheiten wie Hirnhautentzündung.

 

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