Panorama 01.06.2012, 12:33 Uhr

Ist da vielleicht noch jemand?

Im Kino sind sie längst da und im Kopf vieler Menschen auch: die Außerirdischen. Und wann kommen sie wirklich?


        Diese „glühende Himmelsspinne“ fotografierte ein Lufthansa-Pilot 2009 über dem Nordatlantik. Sie war „groß wie zwei Flugzeugträger“, berichtete er beeindruckt. Werner Walter, der Ufo-Entlarver, fand jedoch heraus: Es handelte sich einfach nur um den Start eines russischen Militärsatelliten auf einer Sojus-Trägerrakete. Foto: dpa

Diese „glühende Himmelsspinne“ fotografierte ein Lufthansa-Pilot 2009 über dem Nordatlantik. Sie war „groß wie zwei Flugzeugträger“, berichtete er beeindruckt. Werner Walter, der Ufo-Entlarver, fand jedoch heraus: Es handelte sich einfach nur um den Start eines russischen Militärsatelliten auf einer Sojus-Trägerrakete. Foto: dpa

Von Christian Satorius

Kinogänger wissen Bescheid: Sie sind mitten unter uns, die Außerirdischen oder „Aliens“, wie sie im gängigen Jargon genannt werden. Die meisten haben böse Absichten und müssen daher gejagt werden, wie aktuell gerade im Film „Men in Black“ zu besichtigen ist. So harmlos wie der heimwehkranke E.T. („E.T. nach Hause telefonieren“) sind die Eindringlinge in der Welt der Phantasie nur selten. Und wie sieht es in der Realität aus?

„Herzliche Grüße an alle!“ Das ist die freundliche, deutsche Botschaft an alle außerirdischen Zivilisationen, die sich 1977 mit den US-Raumsonden Voyager 1 und Voyager 2 auf den Weg ins All macht. Insgesamt gehen Grüße in 55 verschiedenen Sprachen – unter anderem in Akkadisch, der 6000 Jahre alten Sprache der Sumerer – zusammen mit Tönen (darunter Walgesänge und Windgeräusche), Musik (zum Beispiel von Mozart und Beethoven) und Bildern (unter anderem der Aufbau des menschlichen Körpers) verewigt auf einer vergoldeten Kupferdatenplatte, der legendären Golden Record, auf die Reise ins Weltall. Eine Anleitung zum Abspielen der Platte ist praktischerweise auch mit dabei.

Raumsonden auf Kontaktsuche

im Weltall

Damit aber nicht genug: Die beiden Voyager-Raumsonden senden von da an regelmäßig Daten an die Wissenschaftler auf der Erde zurück. Bis zum 22. April 2010. Nach über 14 Milliarden zurückgelegten Kilometern verändert sich plötzlich das Signal, das Voyager 2 überträgt. Aber ist das auch der lang ersehnte Kontakt mit einer außerirdischen Zivilisation? Nein – lediglich ein Computerproblem, dass schon bald behoben werden kann. Am 24.Mai 2010 gibt die NASA die Meldung heraus: „Seit dem 23. Mai überträgt die Sonde die wissenschaftlichen Daten wieder in gewohnter Weise zur Erde.“ Das ist auch schon alles.


 

Umfrage - Ergebnis

 
 
 
 

Mittelbayerische.de Logo