Hochschule 25.07.2012, 20:35 Uhr

Hochschulsport steht derzeit Kopf

Der bisherige Leiter, Christoph Kößler, könnte sein Amt verlieren. Unterstützung bekommt er von vielen Studierenden - auch in Leserbriefen an die MZ.

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Bei der Sportshow im Audimax zeigen die Studierenden ihr Können. Die beliebte Gala hat Christoph Kößler ins Leben gerufen. Foto: Tino Lex

Bei der Sportshow im Audimax zeigen die Studierenden ihr Können. Die beliebte Gala hat Christoph Kößler ins Leben gerufen. Foto: Tino Lex

Von Louisa Knobloch, MZ

Regensburg. Die Hochschulsport-Gala im Audimax hatte in diesem Jahr einen negativen Beigeschmack. Denn es könnte die letzte unter der Regie von Dr. Christoph Kößler gewesen sein. Seit zwölf Jahren leitet der Sportpädagoge den Bereich Hochschulsport an der Universität Regensburg und hat das Angebot in dieser Zeit kräftig ausgebaut. Besuchten im Sommersemester 2000 rund 2500 Studierende pro Woche die Kurse, so sind es heute 8500 Teilnehmer. Das Angebot reicht von Aikido bis Unterwasserrugby.

Zum 1. August bekommt das Sportzentrum der Universität mit Dr. Uta Engels aus Frankfurt eine neue Leiterin. Diese Position hatte bislang kommissarisch der Akademische Direktor Otmar Hintermeier inne. Zwei Ausschreibungen der Stelle waren in den vergangenen Jahren ergebnislos verlaufen, bei der dritten Ausschreibung im Dezember 2011 hatte sich Engels durchgesetzt – unter anderem gegen Kößler. Neu an dieser Ausschreibung war jedoch, dass sie diesmal auch die Leitung des Bereichs Hochschulsport umfasste. „Es hat mich schon schockiert, aus der Zeitung erfahren zu müssen, dass meine Stelle ausgeschrieben ist“, sagt Kößler im MZ-Gespräch.

Der Rektor der Universität, Prof. Dr. Thomas Strothotte, habe ihm aber bereits im Januar und erneut im Mai und Juni versprochen, dass er auch unter Engels Leiter des Hochschulsports bleiben werde, berichtet Kößler. Eine schriftliche Fixierung dieses Versprechens, um die er gebeten habe, habe er allerdings nicht bekommen. Am 11. Juli habe der Rektor ihm dann mitgeteilt, dass er seine Zusage nicht einhalten könne. Engels werde ab 1. August die Leitung des Hochschulsports übernehmen und dann über das weitere Vorgehen entscheiden.

„Da steckt mein Herzblut drin“

Dass eine Externe als neue Leiterin des Sportzentrums berufen wird, ist nicht ohne Grund. Aus Universitätskreisen war zu erfahren, dass es dort schon länger Probleme gibt – jemand, der von außen kommt und somit unbelastet ist, könnte das Sportzentrum wieder in ruhigeres Fahrwasser bringen. Trotz dieser Querelen würde Kößler sein Amt gerne fortführen: „Es gibt keinen Grund, das hinzuschmeißen“, sagt er. „Ich mache das gerne, da steckt auch mein Herzblut darin.“


 

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