Hochschul-Nachrichten 25.01.2012, 19:45 Uhr

Gemeinsam in Richtung Zukunft

Aus dem Osteuropa- und dem Südost-Institut ist eine neue Einrichtung entstanden: das IOS. Historiker und Ökonomen forschen hier zusammen.


        Prof. Dr. Ulf Brunnbauer (l.) und Prof. Dr. Jürgen Jerger bilden die Doppelspitze des neuen Instituts für Ost- und Südosteuropaforschung (IOS) in Regensburg. Foto: Knobloch

Prof. Dr. Ulf Brunnbauer (l.) und Prof. Dr. Jürgen Jerger bilden die Doppelspitze des neuen Instituts für Ost- und Südosteuropaforschung (IOS) in Regensburg. Foto: Knobloch

Von Louisa Knobloch, MZ

Regensburg. Auf den ersten Blick hat sich – vom Namen einmal abgesehen – nicht allzu viel geändert: Das Osteuropa-Institut und das Südost-Institut, die bei großer räumlicher Nähe seit Jahren eng zusammenarbeiten, haben zum 1. Januar fusioniert. Institut für Ost- und Südosteuropaforschung (IOS) heißt die außeruniversitäre Einrichtung jetzt. Bei genauerer Betrachtung ist die Fusion aber für das Institut ein großer Schritt in Richtung Zukunft.

Ziel der Institutsdirektoren Prof. Dr. Jürgen Jerger und Prof. Dr. Ulf Brunnbauer ist es, mittelfristig in die Leibniz-Gemeinschaft aufgenommen zu werden. „Dafür müssen wir aber eine kritische Masse an Mitarbeitern und Budget aufweisen“, erklärt Brunnbauer. Gemeinsam haben die beiden ehemaligen Institute bessere Chancen. Auch fachlich bieten sich durch die Fusion neue Perspektiven: Stärker als bisher sollen die beiden Forschungsdisziplinen Wirtschaft und Geschichte miteinander verzahnt werden.

Interdisziplinäre Forschung im Fokus

Zur Geschichte ihrer jeweiligen Region forschten beide Institute bereits, einen Arbeitsbereich „Wirtschaft, Migration und Integration“ gab es bislang aber nur am Osteuropa-Institut. Jerger zufolge wurden neue Mitarbeiter für den Arbeitsbereich Ökonomie eingestellt, die Kompetenzen im Bereich Südosteuropa mitbrachten – schließlich beschäftigt sich das IOS künftig sowohl mit den historischen als auch den wirtschaftlichen Entwicklungen Ost- und Südosteuropas. Diese interdisziplinäre Ausrichtung ist das Alleinstellungsmerkmal des neuen Instituts: „Es gibt keine andere regionalwissenschaftliche Einrichtung in Deutschland, in der Ökonomen und Historiker in dieser Intensität zusammenarbeiten“, sagt Brunnbauer.

Dass beide Fachbereiche gleichberechtigt nebeneinanderstehen, zeigt sich auch in der Doppelspitze des IOS: Der bisherige Direktor des Osteuropa-Instituts, Jürgen Jerger, ist Professor für Internationale und Monetäre Ökonomik an der Universität Regensburg; Ulf Brunnbauer – der bisherige Direktor des Südost-Instituts – ist ebenfalls an der Universität Professor für die Geschichte Südost- und Osteuropas.

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