Hochschul-Nachrichten 18.04.2012, 15:25 Uhr

Deutsche kennen „Bologna-Reform“ nicht

Studierenden ist die Bologna-Reform natürlich ein Begriff, doch bei der übrigen Bevölkerung ist das Hochschulsystem kaum bekannt.


        Der Großteil der Studierenden würde ein Diplom einem Bachelor-Abschluss vorziehen.

Der Großteil der Studierenden würde ein Diplom einem Bachelor-Abschluss vorziehen.

Düsseldorf. Drei Viertel der Deutschen (75 Prozent) weiß nicht, was sich hinter dem Begriff Bologna-Reform verbirgt. Das hat eine repräsentative Umfrage des Marktforschungsinstituts Innofact ergeben. Jeder Vierte (25 Prozent) gab an, er wisse, was mit dem Begriff gemeint sei. Für die Umfrage im Auftrag der Hochschule München wurden 1116 Personen befragt. Im italienischen Bologna verpflichteten sich 1999 die Bildungsminister von 29 europäischen Staaten, bis 2010 einen gemeinsamen Hochschulraum Europa zu schaffen.

Nach anglo-amerikanischem Vorbild sollen dabei die Studienabschlüsse Bachelor und Master sowie Promotion aufeinander aufbauen. Außerdem werden die Studieninhalte in Module aufgeteilt und Leistungen nach einem einheitlichen Punktesystem - dem European Credit Transfer System ECTS - bewertet.

Auf die Frage: „Wenn Sie frei wählen könnten, welchen Hochschulabschluss würden Sie für sich bevorzugen?“ antwortete rund ein Drittel der Befragten (34 Prozent), sie würden ein Diplom als Studienabschluss bevorzugen. Jeder Fünfte (20 Prozent) entschied sich für einen Masterabschluss. Ebenfalls rund jeder Fünfte (18 Prozent) gab an, er hätte am liebsten ein Staatsexamen.


 

Umfrage - Ergebnis

 
 
 
 

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