Im Handumdrehen Einblick in die Haustechnik
emz-Hanauer und Uni Regensburg machen komplexe Steuerungssysteme benutzerfreundlich.
So einfach kann’s gehen: Die Steuerung einer Solarthermie-Anlage per Smart Sol – von emz und Uni Regensburg entwickelt Foto: Gabi Schönberger
Nabburg/Regensburg. Immer umfassender, immer umfangreicher – Steuerungsgeräte rund um die Haustechnik zeichnen sich durch zunehmende Komplexität aus. Die stetige Erweiterung des Funktionsumfangs und die Bedienung durch fachlich unterschiedlich fitte Benutzer verlangen neue Lösungen im Bereich der Systembedienung, dachte man sich bei emz Hanauer bereits 2009.
Knapp zweieinhalb Jahre später haben Forscher vom Lehrstuhl für Medieninformatik an der Uni Regensburg gemeinsam mit dem in Nabburg ansässigen Komponentenhersteller eine benutzerfreundliche Bedienoberfläche für Steuerungssysteme realisiert. Ziel des Forschungsprojekts „moDino“ war ganz grundsätzlich die Entwicklung einer Mensch-Maschine-Schnittstelle, die durch ihre Gestaltung die Handhabung von technischen Geräten im Umfeld von Haus und Gebäude deutlich erleichtern sollte.
Die Regensburger Arbeitsgruppe um Prof. Dr. Christian Wolff, Dr. Ludwig Hitzenberger und Tim Schneidermeier vom Institut für Information und Medien, Sprache und Kultur arbeitete daran, dass auch komplexe Systeme und technische Anlagen einfach und intuitiv von einer möglichst großen Gruppe von Benutzern zu bedienen sind. „Die Bedienerfreundlichkeit von Steuerungsgeräten ist ein wichtiger Faktor für deren Einsetzbarkeit und damit auch den Erfolg der Geräte im Markt,“ sagt emz-Geschäftsführer Thomas Hanauer. Anwender seien heute durch Smartphones und ähnliche Geräte geprägt – in diese Richtung gehen auch die neuartigen Bedienoberflächen der emz-Steuerungen, so Hanauer weiter.
Mit Farbdisplay und intuitiver Benutzerführung passen sie sich dem Trend an. Sie wollen dem Endverbraucher so auch die Scheu nehmen, selbst in die Steuerung seiner Heizungsanlage einzugreifen, um so den Energieverbrauch zu minimieren. „Verwirklicht haben wir das neue Konzept beim Solarregler „Smart Sol“, der sich bereits mit rund 2000 Stück im Feld bewährt,“ so der emz-Chef.
Ergebnis des Projektes ist außerdem ein Leitfaden, der universell einsetzbar ist und die sogenannte Usability auch bei der Entwicklung anderer Neugeräte sicherstellt. (rh)

