Hochschul-Nachrichten 11.05.2012, 10:21 Uhr

Smart-Art: Mit Schottenportal zum Sieg

Johannes Steubl (24) begeisterte mit seinem Design die Jury. Sein Entwurf soll dem Kleinstwagen zu einem „hammerharten Aussehen“ verhelfen.

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        Prof. Dr. Eiglsperger: „Seit Jahren versuchen wir, Kunst, Wissenschaft und Wirtschaft zusammenzubringen.“ Im Hintergrund: Bürgermeister Wolbergs

Prof. Dr. Eiglsperger: „Seit Jahren versuchen wir, Kunst, Wissenschaft und Wirtschaft zusammenzubringen.“ Im Hintergrund: Bürgermeister Wolbergs

Von Thomas Rieke, MZ

Regensburg. Irgendwann wurde es sogar Bürgermeister Joachim Wolbergs zu spannend: „Jetzt fangt halt an! Wir wollen wissen, wer gewonnen hat.“ Von da an sollte es am Mittwoch, 18.15 Uhr, aber noch fast eine halbe Stunde dauern, bis Prof. Dr. Birgit Eiglsperger, Leiterin des Instituts für Kunsterziehung an der Universität, in den neuen Ausstellungsräumen des Alten Rathauses endlich die vier Siegernamen des spektakulären Smart-Art-Projekts bekannt gegeben hatte.

Jubel, Jubel, viel Applaus und herzliche Umarmung: Johannes Steubl konnte es kaum glauben, als er gebeten wurde, die Siegerrose entgegenzunehmen. Der 24-jährige Lehramtsstudent aus dem Landkreis Cham ist ein bescheidener, zurückhaltender Typ; urplötzlich im Rampenlicht zu stehen und mit Glückwünschen geradezu überhäuft zu werden, schien ihm nicht ganz geheuer.

Lohn für den Mut

Steubl hat die Säulenornamente des berühmten Schottenportals unter die Lupe genommen, daraus ein verschlungenes, reliefartiges Muster gestrickt – und den Schwung der Verzierung auf die Karosserie des Miniwagens Smart projiziert. Der Mut, eben nicht auf ein gängiges Regensburger Motiv (Domtürme, Steinerne Brücke) zu setzen, sondern sich für ein sehr spezielles zu entscheiden und dieses zu einem „sinnvollen Design zu beugen, das sich schlüssig mit der Karosserie verbindet“ (O-Ton Projektleiter), wurde belohnt. Das Votum der Juroren fiel einstimmig aus. Dem Preisgericht gehörten neben Prof. Eiglsperger Wirtschafts- und Finanzreferent Dieter Daminger und Martin C. Klein, Leiter der Mercedes-Benz-Niederlassung, an.

Klein war es auch gewesen, der vor einem halben Jahr das Projekt ins Rollen brachte. Als er im Institut seine Idee vorschlug, die „vielfältigen sympathischen Parallelen zwischen der Stadt Regensburg und dem Kleinwagen Smart auf künstlerische Weise herauszuarbeiten“, sei ihm eine Mischung aus Fassungslosigkeit und Neugier entgegengeschlagen. „Was will dieser Automensch bei mir?“, habe er aus den Augen Dr. Eiglspergers lesen können.


 

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