Erste Beilstein-Vorlesung an der Uni Regensburg
Kameras im Hörsaal: Der Gastvortrag des Wissenschaftlers Prof. Dr. Neil Branda wird zum Nachsehen ins Internet gestellt.
Vorlesung vor laufender Kamera: Prof. Dr. Neil Branda in Regensburg (Foto: Knobloch)
Regensburg.
Zwei große Scheinwerfer leuchten den Hörsaal H44 in der Fakultät für Chemie der Uni Regensburg aus, zwischen den Sitzreihen sind drei Kameras aufgestellt. Der Aufbau für den Gastvortrag des kanadischen Wissenschaftlers Prof. Dr. Neil Branda ist außergewöhnlich, wie Prof. Dr. Burkhard König vom Institut für Organische Chemie der Universität bei seiner Begrüßung einräumt.
Er liefert den Zuhörern aber gleich die Begründung: Es handelt sich um die erste „Beilstein-Vorlesung“, die Aufzeichnung wird später im Internet frei zugänglich sein. Das namensgebende „Beilstein-Institut zur Förderung der Chemischen Wissenschaften“ unterstützt die Vorlesungsreihe. Es gibt zudem zwei Open-Access-Zeitschriften in den Bereichen Organische Chemie und Nanotechnologie heraus.
Auf der Beilstein-Homepage gibt es bereits Videos von Laborbesuchen und Interviews, in denen Forscher ihre Ergebnisse vorstellen. Die aufgezeichneten Vorlesungen sind jetzt der nächste Schritt. „Für dieses Jahr sind vier weitere Veranstaltungen in Deutschland geplant“, sagt Volker Lange vom Beilstein-Institut. „Wenn sie gut angenommen wird, werden wir die Vorlesungsreihe wohl weiter ausbauen.“ Die Beiträge auf Englisch richten sich in erster Linie an ein Fachpublikum. Mit Branda, der zum Einsatz von Licht in der Molekularbiologie und der Nanotechnologie spricht, habe man einen guten Referenten mit einem interessanten Thema gefunden.

