Hochschul-Nachrichten 18.05.2012, 15:20 Uhr

Bei Motivationsmangel eigene Ziele hinterfragen

Das falsche Studienfach führt zu fehlender Motivation. Dann kann ein Ende mit Schrecken besser sein als ein Schrecken ohne Ende.


        Wenn man von seinem Studienfach überzeugt ist, kommt die Motivation ganz von alleine.

Wenn man von seinem Studienfach überzeugt ist, kommt die Motivation ganz von alleine.

Wernigerode. Wer an der Hochschule ständig Probleme hat, sich zu motivieren, studiert möglicherweise das falsche Fach. „Ganz oft sind Motivationsprobleme von Studenten darauf zurückzuführen, dass die gesetzten Ziele nicht zur Person passen“, sagt Prof. Georg Felser von der Hochschule Harz, der einen Ratgeber zum Thema Selbstmotivation geschrieben hat. Studenten, die sich ständig lustlos in die Uni schleppen, sollten sich daher fragen, ob das Studium zu ihnen passt.

Eine gute Frage, um das herauszufinden, ist die Frage: „Was löst dieses Studium oder das daran anschließende Berufsbild bei dem Hochschüler aus?“, so Prof. Felser. Stellen Studenten fest, dass das Studienfach sie emotional kalt lässt, sollten sie über einen Wechsel nachdenken. Denn erfolgreicher seien meist jene Studenten, die für ein Fach oder zumindest für die daran anschließende Berufstätigkeit brennen.

Vor einem solchen Wechsel sollten Hochschüler jedoch zunächst ausreichend Informationen über das alternative Studienfach sammeln. Auf der einen Seite sollten sie dabei Fakten aus der Studienordnung etwa zur Anzahl der zu absolvierenden Prüfungen heranziehen, rät Prof. Felser. Auf der anderen Seite sei es genauso wichtig, Studenten zu befragen, die dieses Fach bereits studieren. Denn dann lasse sich besser einschätzen, wie es sich anfühlt, dieses Fach zu studieren und wie der Studienalltag in dem Studiengang aussieht.

Wenn Studenten sich für einen Studiengangwechsel entschieden haben, sollten sie den neu eingeschlagenen Weg dann allerdings auch konsequent bis zum Ende gehen. „Es bringt dann nichts, über Alternativen nachzudenken, die man nun nicht mehr verwirklichen kann“, sagt Prof. Felser. Wer sich etwa dafür entschieden habe, Betriebswirtschaftslehre zu studieren, sollte nicht mehr darüber nachdenken, wie sein Leben verlaufen wäre, wenn er an die Hochschule für Kunst gegangen wäre. „Das ist kontraproduktiv und führt zu nichts“, warnt Prof. Felser.


 

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