Hochschul-Nachrichten 19.10.2012, 18:59 Uhr

Kooperation soll Versorgung verbessern

Das Krankenhaus St. Josef und das Uniklinikum arbeiten in der Plastischen Chirurgie zusammen – am Samstag wird das neue Hochschulzentrum eröffnet.

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Die Mikrochirurgie erlaubt den Ärzten, sehr kleine Gefäße und Nerven zu nähen und so etwa abgetrennte Körperteile zu replantieren. Foto: St. Josef

Die Mikrochirurgie erlaubt den Ärzten, sehr kleine Gefäße und Nerven zu nähen und so etwa abgetrennte Körperteile zu replantieren. Foto: St. Josef

Von Louisa Knobloch, MZ

Regensburg. Plastische Chirurgie – das verbinden viele Menschen mit Brustvergrößerungen oder Fettabsaugen. Das Fachgebiet nur auf die medienwirksamen ästhetischen Eingriffe zu reduzieren, würde der Plastischen Chirurgie aber in keiner Weise gerecht, sagt Prof. Dr. Lukas Prantl. „Voraussetzung für die ästhetische Chirurgie ist neben einem ethischen Verantwortungsbewusstsein insbesondere die Kenntnis chirurgisch aufwendiger Techniken aus der Rekonstruktionschirurgie“, so Prantl. Daher seien in Deutschland die ästhetische und die rekonstruktive Chirurgie in einem Fachgebiet zusammengefasst. Die Versorgung von schweren Handverletzungen oder die Replantation von bei Unfällen abgetrennten Körperteilen gehören genauso zu den Aufgaben eines Plastischen Chirurgen wie die Therapie von Tumoren, Verbrennungen oder chronischen Wunden.

Ressourcen zweier Kliniken vereint

Die Vielseitigkeit des Fachgebietes spiegelt sich im Namen des „Hochschulzentrums für Plastische und Ästhetische, Hand- und Wiederherstellungschirurgie“ wider, das am Samstag am Caritas-Krankenhaus St. Josef feierlich eröffnet wird. Den Festvortrag zum Thema „Berge versetzen“ hält der Extrembergsteiger Reinhold Messner – wie er stammt auch Prof. Dr. Lukas Prantl, der Leiter des neuen Zentrums, aus Südtirol.

„Wir vereinen hier die Ressourcen von zwei Kliniken – Universitätsklinikum und Caritas-Krankenhaus St. Josef – in einem Zentrum“, erläutert Prantl. Die Zentrumsstruktur eröffne für beide Standorte neue Perspektiven: „Wir können mehr Notfälle aufnehmen und diese effektiver versorgen, weil wir auf einen großen Pool an erfahrenen Ärzten zugreifen können.“ Zertifizierungen wie die Ernennung zum Europäischen Handtraumazentrum bestätigten Prantl zufolge die medizinische Leistungsfähigkeit des Hochschulzentrums.


 

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