Straftaten im öffentlichen Raum Polizei setzt Videoüberwachung ein
GRAFENWÖHR, LKR. NEUSTADT A. D. WALDNAAB. Häufige körperliche Auseinandersetzungen und andere Straftaten im Bereich Alte Amberger Straße / Richard-Wagner-Straße in Grafenwöhr veranlassten die Polizei im dortigen Bereich eine Videoüberwachung zu installieren.
Die Videoüberwachung soll jedoch nicht heimlich und verdeckt erfolgen, sondern offen und transparent durchgeführt werden. Zusammen mit Erstem Bürgermeister Helmuth Wächter, Erstem Polizeihauptkommissar Reiner Striegl, Leiter der Polizeiinspektion (PI) Eschenbach, und James Vaughn, Stellvertretender Leiter der Abteilung Emergency Services von der Garnison Grafenwöhr der US Army stellte Polizeivizepräsident Michael Liegl diese Maßnahme der Öffentlichkeit im Rahmen eines Pressetermins am 1. Juni 2012 in Grafenwöhr vor.
In der Vergangenheit war es vermehrt zu Straftaten im öffentlichen Raum im Bereich Alte Amberger Straße und Richard-Wagner-Straße gekommen. Dabei handelte es sich unter anderem um verbale und körperliche Auseinandersetzungen, Beleidigungen, Sachbeschädigungen und Widerstandshandlungen gegen Polizeibeamte und Kräfte der Militärpolizei. Oftmals nahmen Streitereien in einer der zahlreichen Lokalitäten ihren Ausgang und wurden im öffentlichen Raum fortgesetzt.
Die PI Eschenbach hat bislang schon mehrere Anstrengungen unternommen um dem Problem Herr zu werden. Insbesondere setzte man auf eine verstärkte Streifentätigkeit in den genannten Bereichen, auch mit Unterstützung eines vom Polizeipräsidium Oberpfalz zugewiesenen Einsatzzuges. Darüber hinaus wurden die Beamten der PI Eschenbach oftmals von der Militärpolizei Vilseck unterstützt. Auch wiederholte Sicherheitsgespräche mit der Stadtverwaltung Grafenwöhr, den tangierten US-Stellen und Gaststättenbetreibern hat es gegeben. Die Sperrzeit für die Gaststätten wurde von 05.00 Uhr auf 03.00 Uhr durch die Stadt Grafenwöhr festgesetzt und damit verlängert.
Alle Beteiligten sind sich einig, dass nur ein Maßnahmenbündel weiterhelfen kann. Als weiteres aus polizeilicher Sicht probates Mittel wurde deshalb die Videoüberwachung eingeführt. An einem in der Amberger Straße aufgestellten Masten wurde eine Videokamera installiert, die den besonders problematischen Bereich erfasst und das Signal auf einen Bildschirm in der PI Eschenbach überträgt. Das neue Instrumentarium soll die Eschenbacher Polizei unterstützen, beispielsweise um sich anbahnende Auseinandersetzungen frühzeitig erkennen und reagieren zu können. So können Streifenbesatzungen und die Polizeieinsatzzentrale Oberpfalz umgehend über relevante Lageentwicklungen informiert werden. Zeichnet sich die Begehung einer Straftat ab, so ist es auch möglich, zum Zwecke der Beweissicherung ein Standfoto zu erzeugen.
Die Stadt Grafenwöhr hat die polizeilichen Bemühungen im Stadtgebiet stets unterstützt und auch den Masten für die Videokamera aufgestellt sowie die dazugehörigen Arbeiten für die unterirdische Leitungsversorgung übernommen.
Die Videoüberwachung soll auf keinen Fall die Polizei vor Ort ersetzen. Bei der PI Eschenbach setzt man weiterhin auf eine starke Präsenz von Polizeistreifen in Zusammenarbeit mit der Militärpolizei in Grafenwöhr. Durch die neue Maßnahme hat man jedoch während der fest gelegten Überwachungszeit immer die Möglichkeit die Situation in der Alten Amberger Straße zu beobachten. Die Videoüberwachung wird nicht dauerhaft zugeschaltet sein, sondern nur an bestimmten Tagen und zu bestimmten Uhrzeiten, die sich bisher als besonders einsatz- und straftatenintensiv herausgestellt haben. Im Umfeld der Alten Amberger Straße / Richard-Wagner-Straße wurden auch mehrere Schilder, die auf die Videoüberwachung hinweisen, angebracht. In dem Wissen, beobachtet zu werden, könnte sich so mancher vielleicht von einer Straftat abhalten lassen.
Medienkontakt: PP OPf., Plößl PHK, Tel.: 0941/506-1020
Veröffentl. am 01.06.2012, 12.00 Uhr
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