Internationale und erfolgreiche Großkontrolle der Niederbayerischen Polizei auf der BAB A 3
NEUHAUS AM INN / LKRS. PASSAU / BAB A 3. Unter Federführung der Verkehrspolizeiinspektion Passau waren in der Nacht von Donnerstag (26.04.2012) auf Freitag auf der BAB A 3 kurz vor der Grenze zu Österreich über 60 Kräfte der Niederbayerischen Polizei und der Bereitschaftspolizei im Einsatz und führten eine "Vollkontrolle" des Verkehrs in Richtung Österreich durch. Dabei wurden neben Geschwindigkeitsmessungen auch der gesamte Pkw- und Schwerverkehr überprüft. Die Kontrollstelle hatte eine Länge von fast 700 Metern.
Die polizeiliche Großaktion im sogenannten "Vorstauraum" der BAB A 3 hatte schon im Vorfeld wochenlange und umfangreiche Vorbereitungen bedingt. Neben den Niederbayerischen Einsatzkräften verschiedenster Dienststellen war auch Polizei aus Österreich und Tschechien sowie der Zoll an der Aktion beteiligt. An der Kontrollstelle hatte das Technische Hilfswerk und die Bereitschaftspolizei aus Nürnberg komplett ausgeleuchtet. Das Bayerische Rote Kreuz hatte ein Einsatzzelt zur Verfügung gestellt, die Komplettausleitung des in Richtung Österreich rollenden Verkehrs sowie die Einrichtung eines Geschwindigkeitstrichters übernahm die zuständige Autobahnmeisterei mit technischem Gerät. Sogar Staubeobachter waren von der Polizei eingesetzt, um die polizeilichen Kontrollmaßnahmen so umfassend und doch so wenig belastend wie möglich für alle Verkehrsteilnehmer zu halten.
Die Kontrolle dauerte von 21.00 Uhr bis 02.00 Uhr nachts und wurde ein voller Erfolg. Zahlreiche Aufgriffe belegen, dass solche Kontrollaktionen auch auf den Autobahnen durchaus ihre Berechtigung haben. Rund 18 km vor der eigentlichen Kontrollstelle führte die Verkehrspolizeiinspektion Passau bei der Rastanlage Donautal-West bereits eine Geschwindigkeitsmessung in einem auf 100 km/h beschränkten Bereich mit der Zielrichtung durch, vor allem schwerwiegende Verstöße im Anzeigenbereich aufzugreifen. Alleine hier wurden 131 Verstöße festgestellt, die allesamt zur Anzeige gebracht wurden. In 11 Fällen mussten die Fahrer Sicherheitsleistungen hinterlegen. Der schnellste gemessene Fahrer war mit sage und schreibe 161 km/h unterwegs.
Aber auch an der Kontrollstelle selbst gab es zahlreiche Aufgriffe: so wurden beispielsweise vier Fahrzeuglenker ohne gültige Fahrerlaubnis angetroffen und drei Fahrer kontrolliert, die unter Drogeneinfluss standen. Ein Überprüfter hatte fast zwei Gramm Rauschgift bei sich und bei drei anderen Personen ergaben sich Fahndungstreffer nach Überprüfung im polizeilichen Fahndungssystem. Bei den ebenfalls ganzheitlich durchgecheckten Schwerfahrzeugen wurden 20 Verstöße im Bereich der zulässigen Lenk- und Ruhezeiten sowie bei Gefahrgutvorschriften aufgenommen. An der 700 Meter langen Kontrollstelle waren neben uniformierten und zivilen Einsatzkräften auch ein Zug der Bereitschaftspolizei eingesetzt. Fachleute des Gefahrgutkontrolltrupps Niederbayern und ein Diensthundeführer waren ebenfalls vor Ort. Die Staatsanwaltschaft Passau war über die Aktion schon zuvor in Kenntnis gesetzt worden.
Das Polizeipräsidium Niederbayern wird auch künftig solche Großkontrollen veranlassen, um potentiellen Straftätern auch auf den Transitstrecken deutlich zu machen, dass sie auch dort jederzeit mit einer Überprüfung rechnen müssen. Erst letzte Woche (am 20.04.2012) hatten Einsatzkräfte der Verkehrspolizeiinspektion Deggendorf zusammen mit der Bezirksregierung eine größere Kontrollaktion ebenfalls auf der BAB A 3 bei Offenberg durchgeführt.
Medien-Kontakt: Pol.-Präs. Ndby., Presse-Team, Klaus Pickel, PHK, 09421-868-1012
Veröffentlicht am 27.04.2012 um 12.45 Uhr
www.polizei.bayern.de

