Schiffsbrand auf der Donau mit nachfolgender Schiffskollision
WINZER, LKR. DEGGENDORF, 27.05.2012:
Ein Schiffsbrand auf der Donau führte zu einer nachfolgenden Schiffskollision und der Sperrung des Flusses für den Schiffsverkehr auf noch nicht absehbare Zeit.
Das deutsche Gütermotorschiff (GMS) "Bavaria 53" war auf der Donau
bergwärts von Jochenstein aus unterwegs. Das Schiff ist beladen mit 1000
Tonnen Kunstdünger für den Bestimmungshafen Bamberg. Auf Höhe von
Aichet kam es im Maschinenraum des Schiffes zu einer starken
Rauchentwicklung. In der Folge brannte der Maschinenraum aus. Das Feuer
konnte von den örtlichen Feuerwehren vom Ufer aus gelöscht und damit
ein Übergreifen auf die Ladung verhindert werden. Personen kamen nicht
zu Schaden. Der Sachschaden wird auf mindestens 300 000 Euro geschätzt.
Geg. 14.10 Uhr näherte sich das flussabwärts fahrende GMS "Melissa". Es
konnte aufgrund der starken Strömung am Standort des havarierten
Schiffes nicht mehr rechtzeitig verhalten oder ausweichen und
kollidierte mit dem Bug der "Bavaria 53". Nach derzeitigem Stand
entstand an beiden Schiffen nur leichter Sachschaden. Die "Melissa"
(weitere Daten noch nicht bekannt) fuhr weiter nach Passau und wird dort
von der Wasserschutzpolizei Passau in Augenschein genommen.
Der Maschinenraum der "Bavaria 53" ist noch nicht betretbar. Die
Brandursache kann somit noch nicht geklärt werden. Das Schiff liegt am
linken Donauufer fest und kann wegen der starken Strömung noch nicht
geborgen werden. Die Fahrrinne ist weiterhin blockiert. Die Donau ist
seit der Havarie zwischen Deggendorf und Vilshofen für den
Schiffsverkehr gesperrt.
Die Sachbearbeitung und Bergungsmaßnahmen laufen über die
Wasserschutzpolizei Deggendorf und das Wasser- und Schifffahrtsamt
Regensburg, Außenbezirk Deggendorf.
Medien-Kontakt: Pol.-Präs. Ndby., Einsatzzentrale, Anton Pritscher, EPHK, 09421-868-1410
Veröffentlicht am 27.05.2012 um 17.05 Uhr
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