Zeitung in der Schule 26.03.2012, 17:45 Uhr

Kalte Plasmatechnologie für sauberen Solarstrom

Die Firma Reinhausen Plasma hat ein neues, umweltfreundliches Verfahren zur Beschichtung von Solarzellen entwickelt.

erstes Bild Bild zurück
Bild 1 von 3
Bild weiter letzes Bild
        Der Ausstellungsraum der Firma Reinhausen Plasma wirkt ziemlich futuristisch. (Foto: 11b)

Der Ausstellungsraum der Firma Reinhausen Plasma wirkt ziemlich futuristisch. (Foto: 11b)

Von der Klasse 11b der Bischof-Wittmann-Schule Regensburg

Regensburg. Der Ausstellungsraum der Regensburger Firma Reinhausen Plasma wirkt ziemlich futuristisch: Viel Glas, glänzende Oberflächen in Schwarz und Weiß. Durch Scheiben, die wie längliche Bullaugen aussehen, kann man einen Blick auf das Endergebnis werfen: plasmabeschichtete Wafer. Aber was ist Plasma eigentlich?

Das Wort Plasma kommt aus dem Griechischen und bedeutet „Gebilde“. Im Blut gibt es Plasma und sogar eine Schweizer Theatergruppe heißt so. Uns interessiert das Plasma, mit dem sich die Physik beschäftigt. „Plasma ist ein Aggregatzustand – der vierte neben fest, flüssig und gasförmig“, erklärt Daniel Fisch von Reinhausen Plasma. Es handelt sich um ein durch Energie oder mit Hilfe eines elektronischen Feldes erzeugtes ionisiertes Gas.

Plasma wird vielfältig genutzt

Produkte, bei denen Plasma benutzt wird, kennt jeder: Handydisplays, Flachbildschirme, Zündkerzen, Halogenlampen oder Leuchtstoffröhren gehören dazu. Bei Reinhausen Plasma braucht man das elektrisch leitende Gas zur Herstellung von Solarzellen. Die Firma hat eine kalte Beschichtungstechnologie entwickelt, die umwelt- und ressourcenschonend ist, ohne Chemikalien auskommt und auch noch günstiger als andere ist.

Daniel Fisch zeigt uns zunächst anhand eines Films, wie Solarstrom erzeugt wird. Wir dürfen raten, welches der meistgenutzte Energieträger in Deutschland ist und liegen gar nicht so falsch, als wir auf erneuerbare Energien tippen. Die machen insgesamt 20 Prozent des Energiemix in Deutschland aus. Einen noch größeren Anteil hat allerdings Braunkohle mit 25 Prozent. Es folgen Steinkohle (19 Prozent), Kernenergie (18 Prozent), Erdgas (14 Prozent) und Heizöl (fünf Prozent).

Weil der Anteil von erneuerbaren Energien steigen soll, installieren immer mehr Menschen Solaranlagen auf ihren Dächern. Damit die Solarzellen das Licht auch einfangen können, brauchen sie eine besondere Beschichtung. Maschinen dafür werden bei Reinhausen Plasma entwickelt und gebaut und dann an die Hersteller von Solaranlagen verkauft.

 

Umfrage - Ergebnis

 
 
 
 

Mittelbayerische.de Logo