Zeitung in der Schule 29.03.2012, 12:17 Uhr

„Kunstkopf“ hört jedes Störgeräusch im Vorserienfahrzeug

Schon etwa ein Jahr, bevor eine Autoreihe in Serie gehen soll, beginnen die Tests.


        Die Besucher aus Nabburg im schalltoten Akustikprüfraum Foto: Klasse 8e

Die Besucher aus Nabburg im schalltoten Akustikprüfraum Foto: Klasse 8e

Von der Klasse 8e des Johann-Andreas-Schmeller-Gymnasiums Nabburg

Nabburg/Regensburg. „Schlaglochsuchgerät“ wurde die BMW Isetta gerne genannt. Da dessen Vorder- und Hinterräder versetzt montiert waren, war es unmöglich, Schlaglöchern auszuweichen. Davon kann heute zum Glück keine Rede mehr sein. Im Regensburger BMW-Werk kann sich der Besucher von der Modernität und der hohen Qualität der Produkte überzeugen lassen. Hinter dem bewachten Werkstor 2 eröffnet sich eine richtige Auto-Kleinstadt. Testfahrzeuge kommen von ihren Spritztouren zurück. Ansonsten ist kaum etwas zu hören, obwohl der Betrieb auf Hochtouren läuft! Auf dem Gelände stehen riesige Werkshallen. Tritt man durch den Besuchereingang, wirkt alles sehr modern und edel, aber auch schlicht.

Armin Marchsreiter, zuständig für Öffentlichkeitsarbeit und Mitarbeiterkommunikation, gab eine Einführung in die Geschichte von BMW. Schon 1916 wurde die Firma von Karl Rapp und Gustav Otto gegründet. Damals stellte die Firma Flugzeugmotoren, später auch Motorräder her. Ab 1929 wurden Automobile produziert. Was nur wenige wissen: Selbst Kochgeschirr war während der Kriegszeit kurzzeitig im Sortiment. Heute konzentriert sich der Konzern auf PKW, die Marken Mini und Rolls Royce sind hinzugekommen. Weltweit gibt es 25 Werke in 14 Ländern. 1986 begann die Produktion in Regensburg. Seither wurden hier über 4,8 Millionen Autos gefertigt. Die 9000 Mitarbeiter bauen ausschließlich die 1er- und 3er-Reihe, die M3-Modelle und den Z4. Der komplette Standort ist 1,4 Millionen Quadratmeter groß. Die BMW-Akustik-Profis müssen gewährleisten, dass jedes neue Fahrzeug stets den typischen, nicht zu lauten Sound aufweist.

Christian Rauch, Spezialist für Analyse und Anlauftauglichkeit, stellt mit seinen Mitarbeitern den Akustikprüfstand für Vorserienfahrzeuge vor. Ein roter M3, dessen Hinterräder auf Betonrollen stehen, soll die Situation auf der Straße simulieren.

 

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