Zeitung in der Schule 17.07.2012, 18:24 Uhr

Frische Semmeln einmal selbstgemacht

In der Biobäckerei Neuhoff in Regensburg machen sich heute Schüler ans Werk – mit den eigenen Backwaren sind sie am Ende sehr zufrieden.

Unter Anleitung von Bäckermeister Sebastian Neuhoff und seinen Mitarbeitern formen die Schüler Semmeln, Brezen und Zöpfe, die nach dem Backen größtenteils auch gleich verspeist werden. Foto: Klasse 10/12

Unter Anleitung von Bäckermeister Sebastian Neuhoff und seinen Mitarbeitern formen die Schüler Semmeln, Brezen und Zöpfe, die nach dem Backen größtenteils auch gleich verspeist werden. Foto: Klasse 10/12

Von der Klasse 10/12 der Bischof-Wittmann-Schule Regensburg

Regensburg. Der Duft von frischgebackenem Brot liegt in der Luft, als wir die Biobäckerei Neuhoff betreten, die etwas versteckt nahe des Regensburger Gewerbeparks liegt. Bäckermeister Sebastian Neuhoff, der Chef, begrüßt uns herzlich und teilt gleich Bäckermützen aus Papier und Schürzen aus. Denn heute werden wir nicht nur sehen, wie Brote, Kuchen und Gebäck hergestellt werden, sondern dürfen uns auch selbst ans Werk machen.

In der Arbeitskleidung fühlen wir uns gleich wie kleine Bäcker. An einem großen mehlbestäubten Tisch wiegt Sebastian Neuhoff für jeden ein Stück Teig ab, das wir zunächst zu einer Kugel rollen. Später sollen daraus Semmeln und Brezen werden. Der Teig fühlt sich in unseren Händen ungewohnt an, selbst etwas daraus zu formen, macht aber Spaß. Bäckermeister Neuhoff zeigt uns, wie es geht: Er rollt den Teig zu einer langen Schnur und formt daraus eine Breze. Schüler Dominik findet das nicht so schwierig – er kennt sich aber aus, weil sein Bruder hier in der Bäckerei arbeitet.

Ganz ohne künstliche Zusatzstoffe

Auch Zöpfe werden aus dem Teig geflochten und Semmeln geformt. Die fertigen Teiglinge bestreichen wir mit etwas Wasser und verzieren sie mit Sesam, Mohn oder Sonnenblumenkernen, die in großen Plastikschüsseln auf dem Tisch stehen. Dann kommen sie auf ein Backblech und später in den Ofen. In der Zwischenzeit führt Sebastian Neuhoff uns durch die Bäckerei. Wir erfahren, dass er sie 2011 gegründet hat. Dafür wurde das Gebäude komplett umgebaut – unter ökologischen Gesichtspunkten, versteht sich.

Neuhoff selbst ist ein großer Fan der Biobäckerei – sein Geschäft ist Bio- und Bioland-zertifiziert. Aber was bedeutet „Bio“ überhaupt? „Das heißt, dass wir keine künstlichen Aromen, Farb- oder andere Zusatzstoffe benutzen“, erklärt Neuhoff. Der Bäckermeister verwendet für seine Produkte ausschließlich Zutaten aus kontrolliert biologischem Anbau. Daraus fertigt er dann Brote mit Namen wie „Energiebündel“, „Gewürzlaib“ oder „Dinkel Pur“. Die Kunden bekommen auch eine Zutatenliste – das ist vor allem für Menschen mit Allergien wichtig. Manche Leute vertragen beispielsweise keinen Weizen. Sie müssen also unbedingt wissen, ob in einem Brot Weizenmehl enthalten ist oder nicht. Direkt bei der Bäckerei kaufen kann man die Biobrote und anderen Produkte allerdings nicht – Neuhoff und seine Mitarbeiter liefern sie an Bioläden und Reformhäuser in der Region aus.


 

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