Zeitung in der Schule 10.07.2012, 12:12 Uhr

Keine Frösche – aber viele interessante Geräte

In der Wetterwarte Regensburg werden täglich von Experten Luftfeuchtigkeit, Niederschlagsmenge und Windgeschwindigkeit gemessen.

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Jonas gießt „Regen“ in das Niederschlagsmessgerät. Foto: Klasse 4b

Jonas gießt „Regen“ in das Niederschlagsmessgerät. Foto: Klasse 4b

Von der Klasse 4b der Grundschule Sinzing

Regensburg. „Sonnenschein, blauer Himmel, hohe Federwolken, leichter Wind, angenehme Frühlingstemperaturen“ – der Wetterbericht für den heutigen Tag trifft genau zu. Wie so ein Bericht erstellt wird und ob das Wetter in den kommenden Tagen auch so bleibt, das wollen wir von den Regensburger Wetterfröschen bei der Wetterwarte Regensburg erfahren. „Wetterfrösche gibt es in der Natur, aber nicht in unserer Wetterstation. Das ist nur ein Kosename für uns“, erklärt uns Anna-Maria Haider, die uns mit ihrem Kollegen Peter Krammer im Büro am Sallerner Berg empfängt.

Eine angenehm ruhige Atmosphäre herrscht in diesem Raum. Man könnte fast meinen, wir sind in einem Rechenzentrum gelandet. Auf den Bildschirmen der PCs sind unzählige Messdaten zu sehen, die sich beinahe sekündlich ändern. Wir erfahren, dass die meisten Messdaten in der Regensburger Wetterwarte inzwischen elektronisch gemessen und ins internationale Wetterfernmeldenetz eingespeist werden, in dem die Daten der Wetterstationen aus allen Ländern zusammenkommen.

Domspitzen dienen als Sichtmarken

„Erstellen Sie aus diesen Daten die Wettervorhersage für den Raum Regensburg?“, wollen wir von Anna-Maria Haider wissen. Ihre Antwort überrascht uns. „Wir Mitarbeiter der Wetterwarte sind von Beruf meteorologische Wetterbeobachter. Wir sagen das Wetter nicht voraus, wir messen und beobachten es. Die Wettervorhersage wird danach aus Satellitenbildern, Radarbildern und Beobachtungen zahlreicher Wetterstationen erstellt. Das machen die Meteorologen der Regionalzentrale des DWD in München.“

Die Arbeit der Wetterbeobachter beschränkt sich jedoch nicht nur auf die Überwachung der Daten, die von den Messgeräten geliefert werden. Wichtig ist nach wie vor die Wetterbeobachtung mit Auge und Ohr. Anna-Maria Haider erklärt uns dies am Beispiel der Sichtweitenbestimmung. Dazu führt sie uns auf den Balkon. „Wow!“, rufen einige von uns begeistert, denn die Aussicht ist großartig. Der Blick reicht von den Domspitzen bis zum Pfaffensteiner Tunnel über den Lappersdorfer Kreisel hinweg bis hinauf zu den Winzerer Höhen. Diese markanten Punkte sind sogenannte Sichtmarken, mit deren Hilfe die Wetterbeobachter die Sichtweite schätzen. Zusätzlich wird die Sichtweite auch noch elektronisch gemessen. Durch Beobachtung werden die Daten auf ihre Richtigkeit überprüft.


 

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