Vivien Hajak stand als Teenager selbst auf dem Catwalk. Für die MZ wird sie die 7. Staffel „Germany’s Next Topmodel“ begleiten und kommentieren.
Von Vivien Hajak, MZ
Regensburg. In der fünften Folge von „Germany’s Next Topmodel“ (GNTM) war es nun endlich soweit: Die Mädchen mussten sich umstylen lassen. Wie in jeder Staffel bekommen die Nachwuchsmodels von einem Starfriseur eine vollkommen neue Frisur verpasst. Später folgt dann noch eine Stilberatung. Für diese Möglichkeit würden vielen Frauen ihr letztes Kleid geben. Auch im Internet gibt es unzählige Webseiten, auf denen eine Stilberatung zu verschiedensten Preisen angeboten wird. Die Mädchen von GNTM bekommen diese Möglichkeit umsonst – aber glücklich sein sieht dabei eigentlich etwas anders aus.
Aussehen ist das Wichtigste in der Model-Branche. Die Mädchen müssen bestimmten Anforderungen entsprechen. Natürlich – Abnehmen spielt eine Rolle. Wichtig ist aber auch, in welchem Bereich der ModelBranche ein Model arbeitet, denn jeder Auftraggeber hat andere Ansprüche an die Mädchen und bevorzugt andere Attribute. Folgende verschiedenen Bereiche gibt es:
Mannequins
Unter Mannequins werden Models verstanden, die auf dem Catwalk laufen. Diese Mädchen und Frauen müssen wirklich dünn sein und eine Körpergröße von mindestens 1,73 Meter haben, denn durch sie erlangen die Models die nötige Präsenz auf dem Laufsteg. Natürlich ist auch ein hübsches Gesicht eine Grundvoraussetzung.
Messe- oder Promotionsmodels
Messe- oder Promotionsmodels Models präsentieren ein Produkt auf Veranstaltungen. Sie sind verwandt mit den Mannequins, sollen aber nicht einfach ein Produkt präsentieren, sondern auffallen und damit die volle Aufmerksamkeit auf ein Produkt lenken. Sie stehen beispielsweise als lebende Schaufensterpuppen im Schaufenster oder benutzen auf einer Möbelausstellung die Möbel. Allerdings haben sie kein Hintergrundwissen über das Produkt.
Eine Hostess hingegen weiß über das Produkt, für das sie wirbt gut Bescheid. Zudem ist sie in die Organisation der Show eingebunden. Wichtig ist nur, dass diese Models durchschnittlich hübsch aussehen und ein gepflegtes Äußeres haben. Sie sollen auffallen, aber gleichzeitig etwas an sich haben, mit dem sich die Zuschauer verbunden fühlen – wie mit einemMädchen von nebenan.
Foto- und Medienmodels
Die Aufgabe von Foto- und Medienmodels ist es, auf Fotos oder in der Fernsehwerbung ihre Ausstrahlung zur Geltung zu bringen und ein Produkt in angemessener Form zu präsentieren. Unter diese Kategorie fallen auch Models, die nur Teilbereiche ihres Körpers in der Werbung zeigen – etwa Handmodels, die für Schmuck oder auch Handcreme werben. Die Körpergröße der Models spielt bei diesen Frauen keine Rolle. Im Gegenteil: Sie könnte die Arbeit vor der Kamera sogar behindern.
Nude- und Erotik-Models
Nude- und Erotik-Models werden nur leicht bekleidet oder nackt fotografiert – einzig ihr Körper und ihre Haut zählt. Ihre Bilder sieht man oft auf Zeitschriften und Boulevardblättern.
Germany’s Next Topmodel
Die Mädchen von GNTM sollen sowohl den Anforderungen eines Mannequins als auch eines Fotomodels gerecht werden. Deshalb müssen sie mehrere Facetten unter einen Hut bringen. Sie müssen auf dem Catwalk bei einer Modenschau eine gute Figur machen. Aber sie müssen auch auf Fotos ihre besondere Ausstrahlung herüberbringen können.
Die notwendigen Körpermaße für eine Modelkarriere haben wohl alle Kandidatinnen. Aber die Ausstrahlung? Um das herauszufinden, hat die Jury das Umstyling für die aktuelle Show angesetzt. Dabei flossen viele Tränen, denn jedes Mädchen hängt an ihren langen Haaren. Die Kandidatinnen fühlen sich durch sie weiblich. Dennoch gab es kein Pardon: Schnipp, schnapp, Haare ab. Bei manchen wurde noch dazu die Haarfarbe geändert. Doch die Aussicht auf einen Look, der die eigene Ausstrahlung unterstreicht, sollte die Mädchen eigentlich überzeugen. Es sind doch nur Haare! Sie wachsen nach. Die Jury will, dass die Kandidatinnen eine Typ-Veränderung durchmachen. Und über eines sollten sich alle Mädchen, die von der Model-Karriere träumen und sich mit einem neuen Look erst einmal unwohl fühlen, bewusst sein: Auch wenn sich das Äußere ändert, muss das nicht heißen, dass man sich innerlich nicht selbst treu bleiben kann.