Zusatz 03.05.2012, 17:13 Uhr

Jahn Regensburg träumt von der Relegation

Der SSV will im Heimspiel gegen Jena das Ticket für die Aufstiegsspiele buchen – schon ein Unentschieden reicht.


        Markus Weinzierl: „Relegation wäre sensationell.“

Markus Weinzierl: „Relegation wäre sensationell.“

Regensburg. „Eine Stadt, ein Team, ein Traum“. Mit diesem Slogan fiebern die Fußballer von Jahn Regensburg ihrem Endspiel um die Aufstiegsspiele zur 2. Fußball-Bundesliga entgegen. „Zwei Relegationsspiele wären für uns sensationell“, sagte Trainer Markus Weinzierl am Donnerstag vor dem Heimspiel gegen den Vorletzten Carl Zeiss Jena. „Wir haben den Vorteil, dass wir nur auf uns schauen müssen“, betonte der 37-Jährige vor der Partie am Samstag (13.30 Uhr).

Vor dem letzten Spieltag liegen die Regensburger drei Punkte und drei Tore vor dem Tabellenvierten 1. FC Heidenheim, der beim Spitzenreiter SV Sandhausen antritt. „Wir wollen mit einem Sieg in die Relegationsspiele einziehen“, erklärte Weinzierl. Schon ein Unentschieden würde ausreichen. In der Relegation könnten die Regensburger am 11. und 14. Mai auf Alemannia Aachen, den Karlsruher SC, Erzgebirge Aue oder Energie Cottbus treffen.

Wer den Regensburgern in den möglichen Aufstiegsspielen letztlich gegenübersteh en würde, ist ihnen im Vorfeld ganz egal. „Das kommt, wie es kommt“, sagte Geschäftsführer Franz Gerber. „Das wäre ein 50-zu-50-Spiel.“ Sollte es tatsächlich zum Aufstieg reichen, stünde dem Sportlichen Leiter jedoch noch eine Menge Arbeit bevor, um einen Zweitliga-tauglichen Kader zusammenzustellen.

Tobias Schweinsteiger, mit 13 Treffern bester Jahn-Torschütze, spielt in der kommenden Saison für die zweite Mannschaft des FC Bayern München. Auch Außenverteidiger und Leistungsträger Ronny Philp verlässt die Regensburger. Er ist beim Bundesligisten FC Augsburg im Gespräch. „Es ist schade, dass uns die beiden verlassen“, sagte Gerber. Bislang habe man ähnliche Abgänge aber immer kompensieren können, betonte der Geschäftsführer.

Neue Spieler stehen bislang noch nicht fest. „Das ist sehr schwierig, wir konnten bisher nur für die Dritte Liga planen“, erklärte Gerber. „Bei einem Aufstieg muss man sicherlich noch einmal nachplanen.“ Auch Weinzierl macht sich für neue, „gestandende Spieler“ stark, sollte der Aufstieg in die 2. Liga gelingen.

Bis dahin ist es noch ein weiter Weg. Um die Stimmung im Ligafinale gegen Jena zusätzlich zu stimulieren, bestellte der Club vorsorglich 5000 sogenannte Klatschpappen. „Man merkt eine gewaltige Euphorie“, schwärmte Gerber über die Stimmung in der Stadt. „Man blickt wieder auf den Jahn.“ Am Samstag erwartet er bis zu 8000 Zuschauer im Stadion.


 

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