Amberg - Nachrichten 27.02.2009, 17:04 Uhr

Bundeswehr: 50 Jahre Panzerbrigade 12 Amberg

Abgesessener Einsatz – damals.

Abgesessener Einsatz – damals.

Nicht nur die Stadt Amberg kann in diesem Jahr Jubiläum feiern, auch die „Haustruppe“, die Panzerbrigade 12 „Oberpfalz“, hat ein rundes Fest – sie wird nämlich 50 Jahre alt. Viel hat sich seit der Aufstellung verändert. Manche Umgliederung musste die Brigade hinnehmen, vor allem der Auftrag ist heute ein gänzlich anderer als zu Zeiten der Aufstellung. Weg von der Heimatverteidigung während des Kalten Krieges und hin zu globalen Einsätzen nach der Wiedervereinigung Deutschlands.

Nach dem II. Weltkrieg hatte das besiegte Deutschland zunächst kein Interesse an einer Wiederbewaffnung. Zu sehr steckten der Schrecken und die Leiden des Krieges den Menschen noch in den Knochen. Mit der Aufteilung Deutschlands in Sektoren durch die Siegermächte kam es alsbald zu Differenzen zwischen diesen, die in eine Blockbildung in Ost und West mündete. Die starre Polarisierung ging einher mit einem immensen Wettrüsten zwischen den Kontrahenten.

Bald wurde daher seitens der Politik der Ruf nach der Wiederbewaffnung laut. So wurde im Osten Deutschland am 18. Januar 1956 durch die Volkskammer die Nationale Volksarmee (VA) aufgestellt. Im Westen zuvor schon am 5. Mai 1955 die Bundeswehr ins Leben gerufen und bereits am 12 November die ersten 101 Freiwilligen vereidigt. Damit begann die Geschichte einer deutschen Armee, die von Anfang an auf die demokratische Grundordnung der jungen Republik verpflichtet wurde.

Der Aufstellung waren heftige innenpolitische Diskussionen vor allem zwischen CDU und SPD vorangegangen, ob es moralisch vertretbar sei, nach dem verbrecherischen Krieg von deutschem Boden aus, der Millionen von Tote gekostet hatte, je wieder eine Wiederbewaffnung ins Kalkül zu ziehen. Letztendlich setzte sich Bundeskanzler Konrad Adenauer durch.

 

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