Erinnerung an jüdische Geschichte stärken
Alle jüdischen Stätten in der Oberpfalz sollen vernetzt werden – das Kooperationsprojekt wird mit Leader-Mitteln unterstützt.
Dr. Angelika Schaller übergibt den Leader-Bescheid an Bürgermeister Gerd Geismann, rechts Mühlhausens Bürgermeister Dr. Martin Hundsdorfer, hinten LAG-Vorsitzender Stefan Braun.
SULZBACH-ROSENBERG. Die ehemalige Synagoge Sulzbach-Rosenberg wird Erinnerungs- und Begegnungsstätte mit musealer Dokumentation. Um das Ziel auch zu erreichen, hat sich das „Netzwerk Jüdische Oberpfalz“ aus zwei Gemeinden, der Stadt Sulzbach-Rosenberg sowie der Gemeinde Mühlhausen (Lkr. Neumarkt), gegründet. Diese konnten nun auch das finanzielle Rüstzeug zur Umsetzung der Erinnerungsstätte entgegen nehmen.
Zuschuss für Ausbau der Synagoge
In einem feierlichen Akt überreichte Dr. Angelika Schaller vom Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten den Leader-Förderbescheid für das Leader-Kooperationsprojekt „Netzwerk Jüdische Oberpfalz“ an Bürgermeister Gerd Geismann und das LAG-Management Amberg-Sulzbach. Die Kosten für den Innenausbau und die Innensanierung der ehemaligen Synagoge werden durch das EU-Förderprogramm Leader mit 140000 Euro bezuschusst.
Inhalt des Netzwerkes soll sein, auf breiter Basis alle musealen und zu besichtigenden jüdischen Stätten in der Oberpfalz zu vernetzen – in gemeinsamen Aktionen, Austausch von Ausstellungen und die Neugestaltung des „Landlmuseum“ in Sülzburg bei Mühlhausen, die eine Ausstellung zum Thema „Migration, eine Aufgabe für Jahrhunderte“ aufbaut.
„Das ist eine bewegende Stunde. In unserer Region finden sich noch viele Spuren einstiger jüdischer Besiedelung. Der Förderbescheid weckt große Hoffnungen für die Zukunft“, fasste Bürgermeister Gerd Geismann die Bedeutung des Projektes und der finanziellen Unterstützung zusammen. Ebenso freute sich der Vorsitzende der „Lokalen Arbeitsgruppe Amberg-Sulzbach (LAG), Stefan Braun, über die Förderzusage und die erneute Aufnahme der Region in die Leader-Förderkulisse, „dank der Hilfe von Dr. Schaller, die uns zu dem Projekt Netzwerk Jüdische Oberpfalz geraten hat.“

