Amberg - Nachrichten 22.04.2012, 12:39 Uhr

Idee vom Dorfladen stößt auf Interesse

Heimatnahes Einkaufen ist ein wichtiger Servicepunkt für Gemeinden — auch in Ebermannsdorf.

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        Der Berggasthof platzte aus allen Nähten, so viele interessierte Bürger waren gekommen. Konzentriert verfolgten sie, was Wolfgang Gröll über die Chancen eines Dorfladens erläuterte.

Der Berggasthof platzte aus allen Nähten, so viele interessierte Bürger waren gekommen. Konzentriert verfolgten sie, was Wolfgang Gröll über die Chancen eines Dorfladens erläuterte.

EBERMANNSDORF. Die Älteren kennen sie noch, die Tante Emma-Läden, die die Grundversorgung in kleinen Gemeinden und Ortsteilen sicher gestellt haben, die sozialer Treffpunkt waren, und bei denen man auch mal nach Ladenschluss etwas einkaufen konnte. Vor etwa 30 Jahren setzte dann das Sterben der kleinen Dorfläden ein. Sie konnten weder preislich noch vom Sortiment her mit Discountern und Einkaufsmärkten konkurrieren.

Vor einigen Jahren hat unter der Devise „Tante Emma is back“ die Renaissance der Nahversorger eingesetzt. Das soll auch in Ebermannsdorf der Fall sein. Dazu hatte die kleine Gemeinde mit 2500 Einwohnern zu einem Informationsabend in den „Berggasthof“ eingeladen.

Mitwirkung der Bürger wichtig

Gekommen waren rund 200 Einwohner, viele mussten wegen Platzmangels wieder nach Hause geschickt werden. „Mit so einem Ansturm haben wir nicht gerechnet“, war die Reaktion des Initiators der Informationsveranstaltung, Bürgermeister Josef Gilch, der eigenhändig noch Biergartenstühle in den Saal trug. Zu Gast war der renommierte Unternehmensberater Wolfgang Gröll, der sich seit Jahren auf die Konzepterstellung, Standortbeurteilungen und Machbarkeit von Bürgerläden spezialisiert hat.

„Wir haben zwar mit großem Interesse gerechnet, aber nicht damit, dass der Saal aus allen Nähten platzt“, begrüßte Gilch die vielen Zuhörer. Der große Zuspruch beweise, dass man mit der Idee eines Dorfladens auf dem richtigen Weg sei. Gerade im ländlichen Raum würden immer mehr Dienstleistungen wie Post, Bank und eben die Lebensmittelversorgung weg brechen, führte Gilch in das Thema ein. Sollten sich die Bürger für einen Dorfladen entscheiden, werde der Unternehmensberater ein Gutachten zur Rentabilität eines Dorfladens und Standortbewertung vornehmen.


 

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