Würfel bringen die Geschichte näher
Das Jüdische Museum in Berlin zeigt in fünf Schulen Bayerns eine Wanderausstellung – als erste war das GMG dran.
Fachkundig erklärte ein Vertreter des Jüdischen Museums Berlin die Zusammenhänge.
Amberg.
Die Ausstellung besteht aus vier Modulen. In den roten Würfeln sind Objekte zu jüdischer Geschichte und Lebenswelt zu sehen. Die Themenbereiche sind: „Jüdischer Alltag“, Leben und Überleben“, „Chancen und Diskriminierung“ und „Feste feiern“. Alexander Green vom Jüdischen Museum erläuterte den neunten Klassen des Gregor-Mendel-Gymnasiums die jüdische Geschichte und Kultur. In den Ausstellungswürfeln verweisen beispielsweise koschere Gummibärchen, die Stempel des Rabbinats tragen, auf die jüdischen Speisegesetze.
Das Spannungsfeld im 19. Jahrhundert zwischen dem Wunsch nach Anerkennung und Chancengleichheit einerseits, Berufsverboten und Diskriminierung andererseits, wird an den Lebensgeschichten des Kondomfabrikanten Julius Fromm und des Physikers und Weltbürgers Albert Einstein deutlich. Den Gymnasiasten erläuterte der Vertreter des Jüdischen Museums die Verknüpfung der deutsch-jüdischen Geschichte und der Lebenswelt der Schüler. So soll Lust auf einen Besuch in Berlin gemacht werden.
GMG-Schulleiter Peter Welnhofer hatte dafür ein Bild des Jüdischen Museums an die Leinwand werfen lassen. „Wir müssen uns als Deutsche unserer Vergangenheit stellen und Wege gegen Vergessen und Verdrängen finden. Als Demokraten und Kinder des gleichen Gottes müssen wir gemeinsam vor allem der immer noch brodelnden braunen Brut entgegen wirken.“ Am GMG werde im Religionsunterricht das Thema Judentum behandelt, erklärte Welnhofer.

