Wirtschaftskraft bleibt in der Region
Das Thema Heizen mit Hackschnitzeln war ein Schwerpunkt beim Besuch der Wirtschaftsjunioren im ZEN in Ensdorf.
Die Hackschnitzelheizung des Klosters erläuterte den Wirtschaftsjunioren Haustechniker Franz Bleicher (vorne rechts). Foto: azd
Ensdorf. „Wir wollen Sie betroffen machen, bei Ihnen einen Bewusstseinswandel herbeiführen“ brachte es ZEN-Fördervereins-Vorsitzender Karl Müller beim Besuch dem Wirtschaftsjunioren Amberg-Sulzbach im Zentrum für erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit (ZEN) auf den Punkt. Weniger Energie zu verbrauchen, diese effizienter zu verwerten und auch anders zu erzeugen – dieser Aufgabe habe sich ein Kreis von Idealisten gestellt. „Und wir wollen Sie davon überzeugen, denn Sie sollen die Energiewende mit herbeiführen.“
Auf die Wirtschaftsjunioren – mehr als 20 waren gekommen – wartete ein umfangreiches Programm. „Wir verbrauchten pro Jahr 100000 Liter Öl für die gesamte Liegenschaft“, erläuterte Franz Bleicher, Haustechniker des Klosters, bei der Besichtigung der Hackschnitzelheizung des Klosters. Machbarkeitsstudien der Hochschule Amberg-Weiden, Partnersuche und Angebotseinholung seien der Weg gewesen, der zur Waldbauernvereinigung geführt habe.
Nachdem sehr schnell der Bescheid im August 2004 erlassen war, habe die Anlage bereits im Dezember 2004 ans Netz gehen können, erklärte Bleicher. „So bleibt die Wirtschaftskraft in der Region, bei unseren Bauern. Früher haben wir das den Scheichs bezahlt.“
An die Anlage, die im Besitz der Waldbauern sei, wurden inzwischen zusätzlich noch die Räume des ZEN und der Caritas-Sozialstation angeschlossen. Bleicher stand auch zu Fragen wie dem Feuchtigkeitsgehalt der Hackschnitzel oder der Reparaturanfälligkeit der Anlage Rede und Antwort, erläuterte bei der Besichtigung der Heizanlage technische Details.
Mit Zahlen belegte anschließend im Fürstensaal ZEN-Geschäftsführer Gerhard Kopf, „dass man den Stromverbrauch und damit den Strompreis ohne Komforteinbuße senken kann.“ „Anders erzeugen“, so Gerhard Kopf weiter, heiße Sonnenenergie, Windkraft, Biogas, Scheitholz oder Pellets zu nutzen. „Da bleibt das Geld in der Region und auch Arbeitsplätze werden geschaffen.“ Derzeit jedoch würden noch 300 Millionen Euro für fossile Energieträger für Heizung und Verkehrsmittel aus dem Landkreis Amberg-Sulzbach abfließen.

