„Gretchen relaoded“ faszinierte die Schüler
Das präventive Theaterstück thematisierte zum Auftakt der Präventionstheaterreihe das Thema Teenagerschwangerschaft.
Im Publikum saßen rund 300 Schüler aus verschiedenen Schulen, die dem Stück gebannt folgten und hatten viele Fragen hatten.
Amberg. Das Stück „Gretchen relaoded“, das Teenagerschwangerschaften zum Inhalt hat, bildete am Donnerstag im Jugendzentrum den Auftakt zur diesjährigen Präventionstheaterreihe, die in Kooperation zwischen der Kommunalen Jugendarbeit Amberg und der Kommunalen Jugendarbeit Amberg-Sulzbach sowie teilweise dem Gesundheitsamt Amberg-Sulzbach im JuZ „Klärwerk“ stattfindet.
Bei der Vorstellung begrüßte der Leiter des Gesundheitsamtes, Dr. Roland Brey, auch im Auftrag des Landrates Richard Reisinger und von Oberbürgermeister Wolfgang Dandorfer, die Schüler und machte deutlich, dass Teenagerschwangerschaften durchaus auch in unserer Region aktuell sind und nicht nur Mädchen, sondern auch Jungen als Partner betroffen sind.
Er verwies auf die folgenden Veranstaltungen der Präventionstheaterreihe. Im Juli wird das Stück „Elly und Ingo“, bei dem es um Rechtsextremismus geht, zu sehen sein. Im Oktober gastiert das UE-Theater aus Regensburg mit dem Theaterstück „Hier stinkt‘s!“ zum Thema Mobbing. Für beide Stücke erhalten die Schulen rechtzeitig Einladungen für die jeweils geeigneten Jahrgangsstufen.
„Gretchen relaoded“ ist keine „lockerflockige Komödie“ und auch kein „Lehrer-Zeigefinger-Stück“, sondern intensives mit viel Emotionen gespicktes Theater, das zum Nachdenken anregen soll. Jenny (gespielt von Sonni Meier) stürzt blutverschmiert auf die Bühne, im Hintergrund hört man Babygeschrei. Sie lässt sich auf das Sofa fallen und versucht den Lärm zu übertönen. Wie kam sie zu dem Kind? Was ist passiert? Und wieso hat sie es allein zur Welt gebracht?
In einem Chatroom traf das Teenagermädchen Jenny auf „Dreamboy17“, er machte ihr Komplimente und sie fühlte sich von ihm verstanden. Als sie sich schließlich in der Realität trafen, stellte sich der „Dreamboy“ als Heinrich, ein 42-jähriger Familienvater, heraus. Trotz seines Alters verliebte sich Jenny in ihn. Letztlich zwang er sie in eine emotionale Abhängigkeit, die zum Geschlechtsverkehr zwischen beiden führte.
An dieser Stelle des Stücks zerbricht die Vorstellung von einer glücklichen Familie. Heinrich wusste als Einziger von dem Baby, allerdings wollte und will er es nicht. „Und jetzt? Es muss weg! Aber wohin?“ Babyklappe? Adoption? Nein, Jenny hat zu viel Angst mit dem Kind auf die Straße zu gehen, geschweige denn es ihren Eltern zu erzählen. Sie kommt zur Besinnung und ist erleichtert als sie merkt, dass das Baby noch am Leben ist.

