Eigene Card soll das ehrenamtliche Engagement der Bürger honorieren
Sie präsentierten die Ehrenamts-Card: (von links) Karlheinz Sölch (Landradsamt), Staatssekretär Markus Sackmann, Landrat Theo Zellner, Wolfgang Brückl (Fa. Bayerwaldmedia), Anton Dendorfe (Sozialministerium)
Auf Initiative des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen entwickelte der Landkreis Cham für Engagierte im Ehrenamt ein Konzept für eine Vergünstigungskarte, die nun vorgestellt wurde. Landrat Theo Zellner begrüßte dazu im Kolpinghaus die „Macher“ dieser scheckkartengroßen Karte. Aus München waren dazu unter anderem Staatssekretär Markus Sackmann und Anton Dendorfer, beide von Sozialministerium angereist.
Zellner stellte in seiner Rede fest: „Bürgerschaftliches Engagement ist für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft von zentraler Bedeutung. Ohne die Mitwirkung seiner Bürger wäre der Staat nicht in der Lage, die gesellschaftlichen Herausforderungen der Gegenwart und der Zukunft zu lösen.“ Der Wert dieser Aussage sei nur dann zu ermessen, wenn man sich folgende Zahlen vor Augen hält: in Bayern, und damit auch im Landkreis Cham, ist jeder dritte Bürger über 14 Jahren ehrenamtlich oder freiwillig engagiert. Im Landkreis sind das 37 000 Menschen, die monatlich geschätzte 700000 Stunden freiwillige Arbeit leisten.
Die Bayerische Staatsregierung hat nun im Koalitionsvertrag festgelegt, dass auf das Ehrenamt ein großes Augenmerk gelegt werden soll. Dabei ist von der Einführung einer Ehrenamts-Card die Rede.
Laut Markus Sackmann hat „das vom Treffpunkt Ehrenamt erstellte Konzept das Sozialministerium überzeugt und so sehen wir uns nunmehr in der Lage, heute den Startschuss für eine Ehrenamts-Card zu geben, an deren Ende eine Landes-EhrenamtsCard stehen soll. Die Ausgabe der Ehrenamts-Cards kann im Landkreis Cham voraussichtlich mit einer Anschubfinanzierung von 25 000 Euro gefördert werden.“
Für welchen Personenkreis ist die Karte vorgesehen und was soll sie für den Inhaber bringen? Exakte Antworten auf diese Fragen sind noch nicht möglich, angedacht sei, dass bei der Vergabe sowohl der zeitliche Umfang, als auch die Nachhaltigkeit des Engagements zugrunde gelegt werden. Derzeit spricht man von mindestens 250 Einsatzstunden pro Jahr und davon, dass das Ehrenamt seit mindestens drei Jahren ausgeübt wird.



