Cham 08.07.2009, 18:14 Uhr

Flabeg Furth baut riesige Spiegel für Solarkraftwerke in der Sahara

Die Spiegel für dieses Solarkraftwerk sind „made bei Furth im Wald“ und kommen von der Firma Flabeg. Foto: Flabeg

Die Spiegel für dieses Solarkraftwerk sind „made bei Furth im Wald“ und kommen von der Firma Flabeg. Foto: Flabeg

Mit einem Investitionsvolumen von rund 400 Milliarden Euro wollen 15 Unternehmen Europa mit umweltfreundlicher Energie aus Sahara-Strom versorgen. Die Idee klingt phänomenal und ist nicht nur angesichts der steigenden Kosten für fossile Energieträger ökonomisch sinnvoll, sondern angesichts des Klimawandels auch ökologisch geboten. Und die zweite Sensation folgt auf dem Fuße: Das Know-how für die Gewinnung von Solarstrom aus der Sahara kommt aus der Drachenstich-Stadt.

„Wir verfolgen dieses Pläne mit großem Interesse und stehen Gewehr bei Fuß“, erzählt Franz Reimer, Werkleiter der Firma Flabeg im Gespräch mit dem Bayerwald-Echo.

Über 30-jährige Erfahrung

Die Further „Glashütte“ hat sich nämlich inzwischen zum Weltmarktführer der riesigen Parabolspiegel entwickelt, mit deren Hilfe die Energie der Sonne eingefangen wird. Dabei kann die Flabeg auf über 30-jährige Erfahrung zurückgreifen. Und dieses Wissen, gepaart mit einer bisher weltweit einmaligen Präzision sorgt derzeit nicht nur für volle Auftragsbücher, sondern auch für kräftige Investitionen. Rund sechs Millionen Euro gibt das Unternehmen heuer und im nächsten Jahr für zwei neue Biegeanlagen aus. Damit kann die aktuelle Produktion von derzeit 1,4 Millionen Solarspiegel mit einer Gesamtfläche von rund vier Millionen Quadratmetern um rund 600 000 Solarspiegel pro Jahr erweitert werden.

Seit Wochen laufen die Vorbereitungen für diese Erweiterung. Durch Umstrukturierung kann für die zwei zusätzlichen Biegeanlagen Raum geschaffen werden. Die Produktion von Solarspiegel ist bei der Flabeg weitaus mehr als nur ein zweites Standbein. Nach den Worten von Werkleiter Franz Reimer erlöst das Unternehmen derzeit rund zwei Drittel seines Umsatzes aus dieser Sparte. „Die vollen Auftragsbücher haben den enormen Einbruch im Bereich Automotive und technisches Glas voll kompensiert“, freut sich der Werkleiter.


 

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