Cham 22.09.2009, 17:46 Uhr

Regionalkonferenz in Bad Kötzting: Ländlicher Raum braucht Förderung

BAD KÖTZTING. Bei der Forderung einiger „Zentrumspolitiker“, künftig nur die Ballungsräume zu fördern und dem ländlichen Raum nur zu geben, was noch übrig bleibt, „müsste eigentlich jedem von uns das Messer in der Tasche aufgehen“, sagte Landrat Zellner gestern zu Beginn der Regionalkonferenz über die „Kompetenzpartnerschaft für den ländlichen Raum“.

Am Ende der vierstündigen Konferenz im Haus des Gastes blieb als Kernforderung, dass ländliche Gebiete in Bayern unbedingt eine Förderkulisse brauchen, die ihnen eine vergleichbare Entwicklung wie in Ballungsräumen garantiert. Ganz klar brachten Landrat Zellner und Landwirtschaftsminister Helmut Brunner zum Ausdruck, wie wichtig eine zeitgemäße Landesplanung ist, um auch kleineren Kommunen die Chance für angemessene Ausweitungen oder eine Dorferneuerung zu geben.

Vehement forderte Landrat Theo Zellner, bei diesem lebenswichtigen Thema (angesichts der Abwanderung junger Menschen) endlich aus der Phase der Diskussion heraus und zu Taten zu kommen. Erfolgreiche Projekte wie die Dorferneuerung, die Cluster Forst und Holz oder Mechatronik, die Aktionsbündnisse „Künisches Gebirge“ oder die Cerchov-Region nannte der Landrat als Beispiele für Innovation auf dem Land, das „eigenständiger Arbeits-, Lebens- und Freizeitraum“ bleiben müsse.

Zentralismus entgegenwirken

Wenn politische Kräfte im Landtag vehement die „Stärkung der Zentren“ fordern, werde klar, wie wichtig es ist, für gleichwertige Chancen im ländlichen Raum zu kämpfen, machte Landwirtschaftsminister Helmut Brunner deutlich. Wie zuvor Landrat Zellner forderte er eine zeitgemäße Internet-Breitbandversorgung únd hob als positives Beispiel unter anderem die „Sozialkontrolle“ im ländlichen Raum hervor, die solche Entwicklungen wie bei den jugendlichen Gewalttätern von Solln fast unmöglich mache.


 

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